2011年6月25日星期六

Kleine Schule - großes Engagement

Post by (brautkleider günstig) June 2011
 Eine Woche vor den hessischen Sommerferien präsentieren rund 110 Schüler den Eltern, Verwandten und sonstigen Besuchern, was sie in vier Projekttagen gelernt haben.
Mit 14 Projekten hatten die Grundschüler schon im Vorfeld die Qual der Wahl. Doch nicht alle Kinder konnten ihr Kreuzchen bei allen Themen machen. »Das Angebot berücksichtigt das Können und die Fähigkeiten der Schüler im entsprechenden Alter«, sagt Wiesiollek. Stolz ist die Schulleiterin auch auf ein jahrgangsgemischtes Angebot. »So lernen sich die Kinder untereinander kennen, lernen voneinander, aber auch, miteinander korrekt umzugehen.«
Viele Helfer von außen
Dass die Lindenfeldschule mit einem kleinen Lehrerkollegium so viele Projekte anbieten kann, liegt an der Beteiligung vieler ehrenamtlicher Helfer und Projektleiter. »Wir versuchen immer wieder, die Kompetenzen und Ressourcen von außen in das Schulleben zu integrieren«, erklärt Wiesiollek. Außer der Feuerwehr engagierte sich auch der örtliche Sportverein mit dem Projekt Mädchenfußball. Bianka Schwiedergoll leitete die Kräuterwerkstatt und Bastelstube, Mario und Andrea Voigt stellten in vier Tagen eine Rockband auf die Beine, Winfried Blösser und Reinhard Wiesiollek erklärten eine digitale Kamera, gingen auf Fotosafari, und Professor Volker Schmidt erklärte den Erst- und Zweitklässlern physikalische Phänomene zum Thema »Sehen und Hören«. Unterstützt wurden die Projektleiter auch von zahlreichen Eltern.
So vielfältig wie die Projektauswahl präsentieren die Kinder sie auch. Die Zoo-, Polizei- und Pferdekinder lassen eine Fotogalerie für sich sprechen. Die kleinen Kräuterhexen und -magier präsentieren eine Ausstellung, bei der das Erkunden mit allen Sinnen erwünscht ist. Daneben wuchert allerhand Kraut in Töpfen, bei denen selbst die Omas manchmal Schwierigkeiten mit dem Benennen haben.
Kochen wie im Märchen
Bei den Märchenköchen nebenan geht es lustig zu. Sieben Mädels und ein Junge kredenzen - mit goldenen Kronen behauptet -  ihr Märchenkochbuch und süße Kuchen, die auch das Rotkäppchen der Großmutter bringt. In vier Tagen bereiteten sie Leckeres zu nach der Vorlage »Der süße Brei«, »Der dicke fette Pfannkuchen« und anderen Märchen.
Kunstvolle Steine zieren einen anderen Klassenraum. Was Drusen sind und wie sie entstehen, welche Mineralien es gibt und wie der Sandstein am nahe gelegenen Sterbach vor Tausenden Jahren entstanden ist, erklären die Kinder des Projekts Steine. Besonders stolz sind die Erst- bis Viertklässler auf ihre angefertigten Ketten und bemalten Steine. Selbstsicher stehen drei Mädels des Projekts »Kunst rund um das Schulhaus« vor einer Wand mit einer bunten Stadt im Stil des berühmten Malers Friedensreich Hundertwasser. »Die haben wir selbst gemalt«, sagen sie aufgeregt. Und dann kommt aus dem Mund der Projektteilnehmerinnen ein regelrechter Wissensschwall über den Künstler, seine Werke und sein Wirken.
Spannende Naturwissenschaft
Die Erst- und Zweitklässler begeisterte Professor Schmidt mit interessanten Experimenten. Die Kleinen sind es dann auch, die voller Inbrunst die Besucher anleiten, die Farbe Lila mit Wasser in ihre einzelnen Farbbestandteile zu zerlegen, und auch zeigen, wie mit einer Gabel an zwei Schnüren ein richtiges Glockengeläut erzeugt werden kann.
Interessant ist auch, dass mit einer Taschenlampe und zwei unterschiedlich großen Lupen der Unterschied zwischen Makro- und Teleweite einer Kamera erklärt werden kann. So haben das Winfried Blösser und Reinhard Wiesiollek den Teilnehmern des dritten und vierten Schuljahres gemacht. Mit ihren Fotowerken punkten die Kinder sogar bei der Raiffeisenbank, die eine Spende für die Klassenkassen springen lässt. Bei der Rockband geht es schließlich laut zu. Mit dem selbst getexteten Schulstress-Rap zu einer Blues-Melodie sprechen sie ihren Mitschülern aus der Seele und für Musiker, die fast ohne Vorkenntnisse das Projekt belegt haben, klingt das Endprodukt richtig gut.
Nach dem Präsentations-Spektakel ist Silvia Wiesiollek erleichtert. »Jetzt entlassen wir die Schüler gerne in die Sommerferien. Mit der Projektwoche konnten wir die Kinder noch einmal richtig motivieren, sie haben viel gelernt, ohne es zu merken und sie können das Gelernte ganz ohne Notendruck genießen.


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