2012年4月27日星期五

„Ich mache keine Experimente“

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Frank Henkel steht am 1. Mai das erste Mal in der Verantwortung als Innensenator. Was der CDU-Chef von seinem Vorgänger, Kreuzberger Jugendlichen und Gentrifizierungsgegnern hält
Herr Henkel, ist Ehrhart Körting Ihr Vorbild?

Ich habe meinen eigenen Stil. Aber wer zehn Jahre Innensenator war, der muss auch einiges richtig gemacht haben.

Auch am 1. Mai? Sie haben Körting mal vorgeworfen, er lasse in Kreuzberg ein Bürgerkriegsszenario wie in Beirut zu.

Es gab in diesen zehn Jahren am 1. Mai Höhen und Tiefen. Aber der Grundsatz einer Doppelstrategie hat sich bewährt. Da ist einerseits ein Höchstmaß an Kommunikation der Polizei mit allen Beteiligten und auf der anderen Seite ein schnelles, konsequentes Eingreifen gegen Straftäter. Daran knüpfe ich an. Ich habe nicht vor, an diesem 1. Mai, der erste für mich als Innensenator, zu experimentieren.

Wie lautet Ihre Prognose für dieses Jahr? Bleibt es friedlich?

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Erkenntnisse, dass dieser 1. Mai eine besondere Herausforderung wird. Auch nicht dadurch, dass sich zum 25. Mal die ersten schweren Krawalle an einem Maifeiertag jähren, die 1987 Kreuzberg erschüttert haben. Ich gehe von einem friedlichen 1. Mai aus.

Keine Jubiläumsrandale in Sicht? In einem Aufruf linksradikaler Gruppen heißt es, „25 Jahre Kiezaufstand in Kreuzberg – Erinnern heißt Kämpfen“. Nur Kraftmeierei?

Nach Auskunft unserer Experten ist keine Mobilisierung zu erkennen, die über das Maß früherer Jahre hinausginge. Weder im Internet noch in Flugblättern baut sich eine Situation auf, die außergewöhnlich brisant sein könnte.

Wäre es aus Ihrer Sicht möglich gewesen, die Doppelstrategie schon früher zu entwickeln und damit Krawallen vorzubeugen?

Natürlich hatte ich früher bei meinem Amtsvorgänger einiges zu kritisieren, etwa den Begriff der Deeskalationsstrategie, weil er unterstellt, dass Polizei allein durch ihre Anwesenheit eskaliert. Aber in wichtigen Punkten hatte Körting meine Unterstützung. Das betrifft das Flaschenverbot bei den Veranstaltungen in der Walpurgisnacht und am 1. Mai, das Parkverbot, damit Autos nicht in brennende Barrikaden verwandelt werden können, die gezielten Ansprachen der Polizei bei Gefährdern, also als gewaltbereit bekannten Personen, und das Ausleuchten von Veranstaltungsorten wie beispielsweise dem Mauerpark durch mobiles Flutlicht der Polizei. Das alles fand ich sehr gut.

Körting hat sich immer vor dem 1. Mai um das Gespräch mit der türkischen und arabischen Community bemüht, damit Jugendliche aus Migrantenfamilien nicht aus Abenteuerlust beim Krawall mittun.

Ich habe mit dem Quartiersmanagement und Gewerbetreibenden gesprochen, wo es etwa um das Flaschenverbot auf dem Myfest ging. Ich war auch in einer Jugendeinrichtung, wo eine fantastische Präventionsarbeit gemacht wird. Diese Jugendlichen werden mit ihrem Einsatz am 1. Mai mit dafür sorgen, dass es friedlich bleibt in ihrem Kiez, für den sie sich verantwortlich fühlen.

Auf der autonomen Homepage „Indymedia“ steht das unter der Überschrift: „Frank Henkel heuert Söldner an.“

Das ist ein freies Land. Das schließt auch Meinungen ein, die niemand sonst verstehen muss.

In diesem Jahr sollen etwa 7000 Polizisten aus Berlin und anderen Bundesländern hier im Einsatz sein. Wie wollen Sie mit den ortsunkundigen Kräften einen effektiven Einsatz hinbekommen?

Die Zusammenarbeit zwischen der Berliner Polizei und den Kräften aus anderen Ländern hat sich von Jahr zu Jahr verbessert. Alle zusammen werden auch in diesem Jahr die Lage bewältigen.

Diesmal ändern sich aber die Standorte. Linke wollen in der Walpurgisnacht in Wedding auflaufen, nicht am Boxhagener Platz, und am 1. Mai führt die Route nach Mitte zum Bebelplatz ...
Die Polizei wird an den nicht ganz unkomplizierten Routen präsent sein, die mit symbolischen Gebäuden gespickt sind. Das sind in Wedding das Arbeitsamt und die Zentrale der Berliner SPD und am 1. Mai das Bundesfinanzministerium, die Deutsche Bank und in Sichtweite das Hochhaus von Springer. Aber die Polizei ist auf alle Eventualitäten eingestellt.

Auch darauf, dass Autonome am 1. Mai schon um 17 Uhr, eine Stunde vor dem Beginn der „Revolutionären Demonstration“, sich sammeln und durch das Kreuzberger Myfest ziehen wollen?

Die Polizei wird schon früh an möglichen Brennpunkten Präsenz zeigen. Eine besondere Gefährdung durch den Aufzug um 17 Uhr sehen meine Experten bislang nicht.

Eine weitere „Eventualität“ könnte auch die Anmeldung von drei rechtsextremen Kundgebungen bedeuten, die im Ostteil stattfinden sollen.
Wir haben das im Blick.

Die linke Szene fühlt sich stark, weil sie mit Drohgebärden verhindert hat, dass sich das BMW-Guggenheim-Lab in Kreuzberg ansiedelt. Hat der Senat da versagt?
Die Entscheidung, wo sich das BMW-Guggenheim-Lab ansiedelt, hatte nicht der Senat zu treffen, sondern die Veranstalter. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Einrichtung schützen werden, egal wo sie steht.

Als Oppositionsführer hätten Sie doch auf den Tisch gehauen und gesagt, es kann nicht sein, dass die Chaoten bestimmen, was wo in Berlin passiert.brautkleider 2012

Der Regierende Bürgermeister und ich haben die Drohungen sofort scharf verurteilt. Ich bin mir aber sicher, dass ich mich auch als Oppositionsführer erst mal mit BMW in Verbindung gesetzt hätte, um zu fragen, was sie wollen. Wenn der Veranstalter mir sagt, dass er aus vielerlei Gründen an einen anderen Standort will, dann hätte ich das selbstverständlich auch als Oppositionsführer akzeptiert.

Der Protest gegen ein BMW-Guggenheim-Lab in Kreuzberg ist Teil des Widerstands gegen die Gentrifizierung. Halten Sie die Gegner der Verteuerung von Wohnraum für Chaoten?

Nein. Ich nehme die Sorgen dieser Menschen sehr ernst und kann sie verstehen. Ich habe in Kreuzberg Gespräche mit Vertretern des Quartiersmanagements geführt, um zu erfahren, wie sich die Attraktivität bestimmter Kieze auf die Mieten auswirkt und auf die Preisgestaltung bei Waren des täglichen Bedarfs. Deshalb bin ich weit davon entfernt, Menschen, die sich Sorgen machen, als Chaoten zu bezeichnen.

Linksextremisten versuchen aber, diese Sorgen für ihre Zwecke zu nutzen.

Ich bin sicher, dass sich Leute, die sich Sorgen um steigende Mieten und Preise machen, nicht von Linksextremisten missbrauchen lassen.
 
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2012年4月26日星期四

Smarte Mobilität in verschiedenen Ausprägungen

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Die ersten E-Bikes des Auto- herstellers Smart und des amerikanischen Fahrradanbieters Specialized verfolgen unterschiedliche Ansätze: Wartungsarm und flexibel präsentiert sich das Smart-Bike, betont sportlich das Specialized «turbo».

Martin Platter
Beim ersten einspurigen Smart aus dem Hause Daimler ist nicht Höchstleistung oberste Prämisse, sondern Wartungsfreiheit, Stil und Flexibilität. Als erster Hersteller in der Schweiz kombiniert Smart serienmässig einen geräuschlosen und wartungsfreien Zahnriemenpedalantrieb mit einem Radnabenmotor des kanadischen Herstellers BionX. Der Motor leistet gemäss Datenblatt 250 Watt und unterstützt bis 25 km/h. Zulassung und Helmtragepflicht sind damit für Erwachsene obsolet.

Eigenständiges Rahmendesign

Die BionX-Nabe verfügt über eine integrierte Dreigangschaltung von Sram. Sie ist hierzulande ebenso rar wie der Gates-Riemenantrieb, der Konstrukteure traditioneller Diamantrahmen bisher vor besondere Probleme stellte. Da sich der Zahnriemen beim Einbau nicht wie eine Kette öffnen lässt, muss das hintere Rahmendreieck geöffnet werden können. Smart beziehungsweise die Berliner E-Bike-Schmiede Grace, bei der die Fahrräder in Auftrag gegeben wurden, umgeht dies mit einem eigenständigen Rahmendesign, das auf Sattelstreben verzichtet. Ein Verbund von voluminösen Aluminiumrohren und ein Alu-Kastenprofil als Hinterbau bilden das Rückgrat, das Gabel und Hinterrad verbindet. So kann der Riemen problemlos ein- und ausgebaut und durch Verschieben des Hinterrades gespannt werden.
Der herausnehmbare Akku mit 423 Wattstunden Kapazität befindet sich intelligent placiert im Rahmen über dem Tretlager. Das sieht nicht nur aufgeräumt aus, sondern bringt eine Zentrierung der Masse und damit Ruhe ins Fahrverhalten. Für externe Geräte wie Navi oder iPhone ist ein USB-Anschluss vorgesehen, der Strom aus der Fahrbatterie bezieht. Leider stand bei Redaktionsschluss noch kein Smart- E-Bike zur Verfügung. Ein Fahrtest des 3450 Franken teuren Fahrzeugs wird deshalb zu gegebener Zeit nachgeholt.
Bereits fahren konnten wir dagegen das neue Specialized «turbo», das im europäischen Entwicklungszentrum in Cham bei Zug entstanden ist. Wir haben Produktmanager Marc Faude auf seinem 44 Kilometer langen Arbeitsweg heimwärts nach Stäfa abgefangen und ihn von Zug nach Menzingen mit einem SpeedPed, das sich im Langzeittest befindet, begleitet. Das «turbo» verfügt über einen Radnabenmotor, den wie beim Stöckli «e. t.» der Schweizer Hersteller Go Swissdrive aus Gams beisteuert.
Technisch orientiert sich der E-Bike-Erstling des US-Herstellers am «Stromer». Der entfernbare, mit einem Schloss gesicherte Akku ist im wuchtigen Unterrohr eingebaut. Der ganze Rest des «turbo» ist jedoch wesentlich filigraner als beim Schweizer Pendant. Und fast ein Drittel leichter: Nur 21 Kilo wiegt der jüngste Spross von Specialized. «Oberstes Gebot für uns war, dass sich das <turbo> fährt wie ein hochwertiges Fahrrad», erklärt Faude. So ist es tatsächlich. Der Motor schiebt kraftvoll und völlig geräuschlos an. Das «turbo» fährt sich handlich, direkt und verwindungssteif wie ein gutes Rennrad, das aber dank dem Motor mit zehn Gängen auskommt.
Specialized verbaut trotz der erhöhten Belastung 28-Zoll-Räder. Um die Stabilität zu vergrössern, wurde die Speichenanzahl auf 36 pro Rad erhöht und eine breite Hohlkammerfelge verwendet. Steckachsen, vorne mit 15, hinten mit 12 Millimeter Durchmesser (X-12-Standard), erleichtern nicht nur den Radein- und -ausbau, sondern versteifen das Gesamtsystem spürbar gegenüber den sonst üblichen Neunmillimeter-Achsen für Schnellspanner. Auch die Bremsscheiben sind mit 180 Millimeter Durchmesser üppiger dimensioniert, ebenso das Gabelschaftrohr.brautkleider 2012
Die Massnahmen zahlen sich aus: Mit einer Geschwindigkeit von 31 bis 38 km/h in der Steigung nach Aegeri beziehungsweise Edlibach lassen wir sogar den sporadisch anhaltenden Linienbus hinter uns. Mit berauschender Leichtigkeit überwinden wir auf den 9 Kilometern nach Menzingen knapp 400 Höhenmeter. «Der 342-Wattstunden-Akku reicht bei Vollgas exakt für meinen Arbeitsweg. Bedingung ist, dass ich in den langen Abfahrten den Akku rekuperiere», ergänzt Faude. Für die coupierten 44 Kilometer benötige er jeweils eine gute Stunde.

Schmal und kompakt

Positiv aufgefallen sind ausserdem die schmale Silhouette des «turbo» und der geringe Q-Faktor (die Spreizung der Beine) beim Pedalen. Im Vergleich zum Stromer ist der Go-Swissdrive-Antrieb in der Breite merklich kompakter. Das speziell für den Antrieb entwickelte Display bedient sich zur Übertragung der üblichen Fahr-, Vital- und Betriebszustandsdaten des «Ant+»-Standards für drahtlose Netzwerke. Die Motorunterstützung wird von einem nachts beleuchteten, beim Lenkergriff sitzenden Tippschalter variiert. Alle übrigen Kabel sind im Rahmen verlegt, was auch dem «turbo» eine aufgeräumte Optik verleiht. Die von Faude angekündigte, geringe Leistung von nur 250 Watt überrascht jedoch in Anbetracht der Fahrdynamik. «Das ist nur der Nominalwert. Tatsächlich dürfte der Motor um einiges stärker sein», stellt Faude klar. So viel Hightech allerdings hat seinen Preis: 6799 Franken muss auf den Ladentisch legen, wer das «turbo» sein eigen nennen will.
 
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2012年4月25日星期三

Flyer mit Infos und Tipps zur Spargelwanderung

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Die Spargelwanderung findet am 29. April von 10 bis 17 Uhr statt. Los geht es um 10 Uhr mit der Spargelwanderung, deren Schirmherrschaft Landrat Matthias Wilkes übernommen hat. „Spargel. Wein. Kultur.“ ist das Motto, das diesen Tag begleitet. So haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Spargelfelder zwischen Lampertheim und Bürstadt zu erkunden und den Landwirten über die Schulter zu schauen. Wie wächst das Gemüse, wie wird es gestochen, im großen Stil sortiert und wie kommt es zum Verkauf in die Geschäfte? Sowohl auf dem Acker als auch in den Hallen der hiesigen Landwirte werden solche Fragen beantworten. brautkleider 2012
Die Route erstreckt sich über insgesamt 5,5 Kilometer. In Lampertheim wird in Höhe des AZ-Vogelparks an der L 3110 entlang der Böllenruthen losgelaufen, in Bürstadt ist der Start beim Bulldog- und Landmaschinen-Club in der St.-Wendelin-Straße. Besucher können bis 17 Uhr jederzeit auch zu einem späteren Zeitpunkt die Spargelwanderung besuchen.
Gemeinsam mit Gastronomen, Landwirten, Künstlern und Musikern bietet das Team der Lampertheimer und Bürstädter Zeitung in Kooperation mit den Städten Lampertheim und Bürstadt am 29. April ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Für die Unterhaltung der kleinsten Teilnehmer sorgt die Stadtjugendpflege Lampertheim. Allzu müden Füßen wird mit einem Pendelverkehr geholfen - stilecht mit kleinen Anhängern an historischen Traktoren entlang der Strecke.
Unterhaltung
Die Spargelwanderung hat zwei Ausgangspunkte. In Bürstadt: Beim Bulldog- und Landmaschinen-Club in Boxheimerhof. In Lampertheim: Auf Höhe des AZ-Vogelparks.
Die Strecke führt entlang der Spargeläcker und ist einfach 5,5 Kilometer lang. Auf dem Weg sorgen insgesamt 18 Stationen in jeglicher Hinsicht für das Wohl der Gäste.
 
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2012年4月24日星期二

Heisser Favorit

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Er ist die andere Möglichkeit, am Strand und im Wasser eine gute Figur zu machen: Der Monokini. Nicht Badeanzug, nicht Zweiteiler steht dem exzentrischen Textil, dem aktuellen Liebling der Stars, ein grosser Sommer bevor.
Dieses Jahr siehts so gut aus wie noch nie für ein eigentliches Comeback: Badende in einem Monokini. Dieses Jahr siehts so gut aus wie noch nie für ein eigentliches Comeback: Badende in einem Monokini. brautkleider 2012
Er ist ein Zwitterwesen, ein modischer Hybrid: Weder zweigeteilt offen wie der Bikini, noch aus einem Stück geschlossen wie der Badeanzug. Er ist die dritte Option für den stilvollen Auftritt am Strand und in der Badi. Und seit ein paar Jahren jeden Frühling der Geheimfavorit für den kommenden Sommertrend.
Doch dieses Jahr siehts so gut aus wie noch nie für ein eigentliches Comeback des Monokinis. Modebeobachter haben ihn in den letzten Tagen in einer nie dagewesenen Häufigkeit an prominenter Anatomie gesichtet – was darauf schliessen lässt, dass das exzentrische Textil mit Beginn der Badesaison auch viele nicht berühmte Körper zieren wird. «Frauen, vergesst den Bikini!», schreibt die Online-Plattform Sodahead – «Der Bademodetrend 2012 heisst: Monokini.» Gewährsfrauen dafür sind unter anderen die Berühmtheiten Rihanna, Kim Kardashain, Sarah Hyland und Paris Hilton, die dieser Tage auf Hawaii oder an Karibikdestinationen entsprechend bekleidet von Paparazzi abgelichtet worden sind. (Lesen Sie auch: «Slip mit Landebahn»)
Im Rahmen dieses Trendphänomens erweist sich insbesondere Sängerin Rihanna als leidenschaftliche Anhängerin, als Mentorin gewissermassen, des eleganten Badekleides. Von einem Yachtausflug nach Hawaii twitterte sie selbstgeschossene Bilder an ihre 12 Millionen Followers, die sie in einem silberfarbenen Monokini zeigen, von vorne wie von hinten – mit dieser Social-Media-Promotionsbombe schaffte es der Monokini in die Trendblogs des Netzes.
Formenvielfalt, unbestrittene ästhetische Qualität
Man mag von Celebritys-Trends halten, was man will – die ästhetische Qualität des Monokinis und seine Bedeutung in der Modegeschichte sind unbestritten. Und ein Liebling der Designer ist der Monokini, auch Cut-out-Badeanzug genannt, ohnehin: wegen seiner Formenvielfalt, die mal die Hüfte, mal den Bauch, mal den Rücken, mal das Décolleté der Frau ins Blickfeld rückt.
Natürlich hat der Monikini auch Feinde, Leute, die geistig zu wenig beweglich sind, um seine Designvarianz schätzen zu können. Oder Leute, die ihm vorwerfen, eine regelmässige Bräune zu verunmöglichen, so geschehen in der Stilsektion der «NZZ am Sonntag» von diesem Wochenende (Artikel glücklicherweise nicht online abrufbar). Was soll man dazu sagen? Womöglich: Es lohnt sich nicht mit Leuten zu diskutieren, die sich der Bräunung wegen an die Sonne legen.
Erfunden wurde der Monokini Mitte der 1960er-Jahre vom Österreicher Rudi Gernreich. 1963 prognostizierte Gernreich in einem Interview mit der Modezeitschrift «Woman’s Wear Daily» kühn, dass die Amerikanerinnen in den nächsten fünf Jahren im Zuge der allgemeinen gesellschaftlichen Liberalisierung auf ihr Bikinioberteil verzichten würden, dass sich bei den Frauen der Oben-ohne-Trend durchsetzen würde. (Lesen Sie auch: «Das sexy Drunter im Retro-Stil»)
Ein gescheiterter Sozialrevolutionär
1964 präsentierte Gernreich zum ersten Mal einen Monokini, das Textil zu seiner Theorie; einen Ur-Monokini, der den Blick auf den Busen der Trägerin freigab. Die Kreation war bloss als PR-Gag gedacht, doch über Nacht erhielt Gernreich 1000 Bestellungen und gab den Monokini zur Produktion frei.
Als Topless-Stück konnte sich der Monokini nicht etablieren – ausser, wir sehen ihn vor unsrem geistigen Auge, beim Komiker Sacha Baron Cohen. Die massentaugliche moderne Variante entstand in den Siebzigern, sie bedeckt die Brüste der Frau – ironischerweise verhüllt der Monikini ja in seiner heutigen Form mit Oberteil mehr als die meisten Bikinis. Und gerade deshalb wird der gescheiterte und zurückgebundene Sozialrevolutionär von vielen Frauen auch geschätzt: weil er im Gegensatz zum Bikini das eine oder andere Problemzönchen diskret versteckt. (Lesen Sie auch: «Höschen bis zum Bauchnabel»)
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2012年4月23日星期一

Haus Mallinckrodt - Ein ehemaliger Rittersitz

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Auch Haus Mallinckrodt gehörte zur Lehnskammer Volmarstein und fiel dem Territorium der Grafen von der Mark zu. 1241 wurde ein Gut „Mesekenwerke“ genannt. Ab 1283 soll es als Unterlehen an die Familie von Mallinckrodt gegangen sein.
brautkleider 2012
Ein befestigtes Haus wurde 1348 erwähnt,während der Soester Fehde wurde es 1445/46 durch Truppen des Kölner Erzbischofs Dietrich von Moers und der Stadt Dortmund zerstört. Der wieder aufgebaute Rittersitz brannte 1619 völlig ab und wurde wiederum erneuert.
Das heutige Schloss im Stil der flämischen Gotik und die Ökonomiegebäude sind Ergebnis von Um- und Neubauten zwischen 1872 und 1890 sowie von 1903/04. An der linken Seite des Schlosses sind Teile der sog. „Alten Burg“ des Bernhard von Mallinckrodt von 1620 integriert worden.                
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2012年4月21日星期六

Lindner fordert FDP zu mehr Teamgeist auf

Post by (abendkleider online) Apr 2012
Der nordrhein-westfälische FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner hat seiner Partei zu mehr Teamgeist geraten. „Ich möchte, dass die FDP schon im Stil wieder einen Unterschied zu den anderen Parteien macht“, sagte Lindner am Samstag auf dem FDP-Parteitag in Karlsruhe. Die Liberalen hätten in den vergangenen zwei Jahren einen Vertrauensverlust erlitten. „Wir haben in Stil und Substanz manche enttäuscht“, sagte Lindner. „Da empfiehlt sich eine gewisse Bescheidenheit im Auftreten.“ Die FDP benötige eine neue Debattenkultur, „damit die Leute wieder sagen können: Das ist meine FDP.“

Scharfe Angriffe richtete Lindner gegen CDU, SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen. Die rot-grüne Landesregierung bürde dem Land neue Schulden auf und lege „zukünftige Generationen in finanzpolitische Ketten“, sagte Lindner. Die CDU sei nach links gerückt, um sich als Koalitionspartner für SPD oder Grüne attraktiv zu machen. „Wenn die CDU keine bürgerliche Alternative mehr sein will, dann sind wir das eben alleine.“ In NRW wird am 13. Mai gewählt.
...
FDP-Parteitag: Lindner fordert FDP zu mehr Teamgeist auf - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/fdp-parteitag-lindner-fordert-fdp-zu-mehr-teamgeist-auf_aid_740821.html

brautkleider 2012
Lindner rief den Berliner Regierungspartner Union auf, das umstrittene Betreuungsgeld zu überdenken. Dieses vor allem von der CSU betriebene Projekt habe „eine erbitterte Debatte sogar innerhalb der Union ausgelöst“, sagte Lindner. Anstelle der „spalterischen Debatte“ über das Betreuungsgeld wünsche er sich eine Diskussion über den Plan der FDP, bereits 2014 – und damit zwei Jahre früher als geplant – einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen.
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FDP-Parteitag: Lindner fordert FDP zu mehr Teamgeist auf - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/fdp-parteitag-lindner-fordert-fdp-zu-mehr-teamgeist-auf_aid_740821.html
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2012年4月20日星期五

Standpunkt: Sündenfall erster Güte

Post by (abendkleider online) Apr 2012

 
Google, Facebook – wir haben uns längst damit abgefunden, dass persönliche Daten im großen Stil ge- sammelt, ausgewertet, analysiert und benutzt werden. Ohne Verfallsdatum, ohne Möglichkeit der Einsicht, ja nicht einmal der Korrektur. Warum sollte man sich also darüber aufregen, dass die USA nunmehr 19 Informationen über jeden Fluggast bekommen und diese im schlechtesten Fall bis zu 15 Jahren speichern dürfen?brautkleider 2012
Es ist schwer genug, wenigstens einen minimalen Datenschutz im Internet sicherzustellen. Nun aber gibt die EU – zugegebenermaßen unter massivem Druck und nach unverhohlenen Drohungen – die privaten Informationen erstmals aus der Hand, in die Hände staatlicher Fahnder, die nach eigenen, nicht einsehbaren Kriterien die Angaben bewerten. Das ist ein Sündenfall erster Güte, bei allem Respekt vor den unbezweifelbaren Fortschritten, die das neue Abkommen gegenüber der jetzigen Praxis enthält. Der gläserne Passagier ist nämlich längst Wirklichkeit. Ob diese Aktion tatsächlich ein Beitrag für mehr Sicherheit ist? Die bisherigen Anschläge wären zu verhindern gewesen, auch ohne Fluggastdaten-Speicherung. Man hätte nur das, was an Informationen vorlag, richtig auswerten müssen.
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2012年4月19日星期四

Ferdinand Piëch feiert seinen 75. in Dresden

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Der mächtige VW-Boss lädt an diesem Sonnabend ins Hotel Taschenbergpalais – zu einem illustren Treffen, das diskret behandelt wird.

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Der VW-Chef Ferdinand Piëch (hier mit seiner Frau Ursula) macht auch um seine Liebe zu Dresden keine großen Worte. Foto: dpa
Dresden hat es ihm angetan. Zwar waren lautstarke Liebeserklärungen von Ferdinand Piëch bislang nicht zu vernehmen, aber das liegt wohl in seiner Natur. Der Chef des VW-Aufsichtsrats meidet die Öffentlichkeit. Er gilt als zielstrebig und durchsetzungsstark auf dem Firmenthron – und schweigsam, wenn es um sein Privatleben geht. Und so wird sein 75. Geburtstag zwar im großen Stil gefeiert, aber äußerst diskret behandelt. An diesem Sonnabend hat der Unternehmer seine Gäste ins Taschenbergpalais geladen. Ein Sprecher des Hotels dementiert diesen Anlass nicht, betont aber sofort: „Das ist absolute Privatsache.“ Es sei nicht das ganze Hotel gebucht, die Gäste seien auch bei anderen Adressen untergebracht, mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen. Derweil freut man sich hinter diversen Kulissen über Piëchs Entscheidung. Er, der mächtige, vermögende Mann aus Salzburg, eine lebende Legende der Auto-Branche, hätte auf der ganzen Welt feiern können. Nun begeht er sein Jubiläum ausgerechnet in Dresden – welch große Ehre. brautkleider 2012

Grundsteine an der Elbe

Dass er die Stadt mag, ist spätestens seit Ende der 90er-Jahre klar. Damals wurde in Dresden der Grundstein für die Gläserne Manufaktur gelegt, ein Lieblingsprojekt von Ferdinand Piëch. Ob sie bei der Feier eine Rolle spielt? Darauf wissen nur all jene eine Antwort, die eine Einladung zu seiner Geburtstagsfeier im Briefkasten fanden. Darauf soll stehen, so munkeln diverse Zeitungen, dass die Gäste pünktlich um 19.37 Uhr erwartet werden, passend zum Geburtsjahr des VW-Chefs. Und ein Spruch des Schriftstellers Ödön von Horváth ist abgedruckt: „Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“ Das wiederum könnte eine seltene Innenansicht des Geburtstagskinds sein. (doh)
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2012年4月18日星期三

Krokodil mit Stil

Post by (abendkleider online) Apr 2012

In den Lenbachgärten hat ein neues Restaurant eröffnet: Das „Gourmeats“ setzt auf Gegrilltes und Seafood, von regional bis exotisch. Die Preise sind gehoben – wie es der Lage entspricht
Eine schöne, wenn auch abends etwas verschlafene Lage, in der vor ein paar Tagen das „Gourmeats“ eröffnet hat. In den Räumen des ehemaligen Qivasou in den Lenbachgärten ist das Restaurant, gegenüber reckt sich St. Bonifaz in die Höhe, neben der Terrasse plätschert idyllisch der Springbrunnen.
„Mittags läuft das Geschäft schon ganz gut“, sagt Chef Christian Hess. Einige Anzugträger aus der Gegend haben ihre Pause schon öfter als einmal im Gourmeats verbracht, die Zwei- bis Drei-Gänge-Menüs zwischen 10 und 18,50 Euro geordert. Abends geht es beschaulicher zu im poshen Teil der Karlstraße, da muss die Kunde von der Neueröffnung noch die Runde machen.
Das mit der Eröffnung kam so: Christian Hess, deutsch-australischer Gastronom, kam nach Food-and-Beverage-Leitung im Grand Plaza in Sidney zurück nach Bayern und brachte seinen deutsch-kroatischen Koch Matej Skracic gleich mit. Hess’ deutsch-russische Freundin Natalja Schäfer kümmert sich um die Leitung des Gourmeats, Skracic kocht mit seinem Sous-Chef José David Conde, halb Spanier, halb Venezueler.
„Wir sind ein internationales Team, und außerdem alle gute Freunde“, sagt Hess. „Sonst wäre das Gourmeats vielleicht nicht zustande gekommen.“ Die gewellte Deckeninstallation ist geblieben, die Einrichtung in schlichten, gedeckten Tönen gehalten, über die Treppen gelangen Gäste zu einem erhöhten Loungebereich, wo sie einen Kaffee oder Aperitif trinken können. Einen absoluten Blickfang hat Hess noch geplant: „Wir wollen das Geschehen auf dem Grill mit einem Beamer an die Wand werfen – dann können die Leute zusehen, wie ihr Essen fertig wird. Das verkürzt die Wartezeit.“ brautkleider 2012
Natürlich gibt es auch Suppen, Salate und Vegetarisches, auf Gegrilltes und auf Seafood haben die Gourmeats aber ihre Prioritäten gelegt. Sei es der Red Snapper auf grünem Spargel mit Süßkartoffeln und Kokosschaum (21,50 Euro) oder die Rinderlende mit Steinpilzkruste in Sherry-Jus mit Rösti (29,50). Auch exotischeres wie Kängurusteak (29,50) oder Krokodilfilet (35) hat das Gourmeats im Angebot.
„Wir achten generell auf gute und regionale Produkte und Lieferanten – nur das bayerische Krokodil ist noch nicht erfunden“, sagt Hess. Man ist eben nicht nur international im Goumeats, man isst auch international.

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2012年4月17日星期二

Diesel-Klau in großem Stil

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Kraftstoffpreise auf Rekordniveau
Diesel und Sprit werden immer wertvoller.  Bild: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild)
Am vergangenen Wochenende haben unbekannte Täter aus einer Kiesgrube und dem Recyclinghof ca. 2500 Liter Dieselkraftstoff und Werkzeug im Wert von ca. 9000 Euro gestohlen.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, haben die Täter mit einem Fahrzeug eine mehrere Zentner schwere Schranke an der Zufahrt von der Pritsche zur Kiesgrube weggezogen und sind so auf das Betriebsgelände gelangt. An einer Raupe und einem Bagger in der Kiesgrube wurden die Tankdeckel aufgebrochen und der Treibstoff abgezapft. Danach wurden beim Recyclinghof aus Dieseltanks und anschließend von vier Arbeitsmaschinen Diesel abgepumpt. Aus einer Werkzeughalle wurden zwei Winkelschleifer, eine Druckluftratsche, eine Heckenschere und weiteres Werkzeug gestohlen.

Den Gesamtwert des Diebesgutes schätzt die Polizei auf 9000 Euro. Die Täter haben die Örtlichkeit wieder über den Kiesweg in Richtung L 160 (Pritsche) verlassen. Auch die schwere Abschrankung wurde wieder an ihre ursprüngliche Position zurückgeschoben. Aufgrund von Reifenspuren vermutet die Polizei, dass ein kleinerer Lkw bzw. Lieferwagen mit Doppelbereifung auf der Hinterachse zum Einsatz gekommen ist. Der Diebstahl muss in der Zeit zwischen Samstag, 14 Uhr, und Montagmorgen begangen worden sein. Hinweise nimmt der Polizeiposten Tiengen (07741 8316-281) entgegen.
 
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2012年4月16日星期一

Im Land des Bubenlächelns gibt es Wohlfühlsoße

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Das Logo im Heavy-Metal-Stil auf dem roten Bühnenvorhang gibt zu Hoffnungen wie Befürchtungen gleichermaßen Anlass: „Rock Anthems“ - das Motto der gerade frisch begonnenen Tour von Supererfolgsgeiger David Garrett. Mit sehr hohem Frauenanteil hat sich die Olympiahalle bis auf den letzten Platz gefüllt, in gespannter Erwartung von „Crossover“, dem Schreckensbegriff der Unentschiedenen. Und im Notfall sieht er ja immer noch gut aus.
Gleichwohl: Garrett startet mit Covern von „Welcome To The Jungle“ (Guns'n'Roses), „Palladio“ (Carl Jenkins) und „Cry Me A River“ (Justin Timberlake) und führt somit den Teil seines aktuellen Schaffens vor, über den man besonders trefflich streiten kann: Der erste Song ist ein richtiger Rock-Klassiker, weshalb ihm auch mit einer Meistergeige nichts Sinnvolles mehr hinzuzufügen ist. Die beiden anderen haben mit Rock nichts zu tun und vertragen sich mit Garretts Hang zur gefühligen Glattschleiferei mal mehr und mal weniger gut. Die Arrangements sind straff, nichts ist hier auch nur einen improvisierten Takt länger als das Original.
Das Logo im Heavy-Metal-Stil auf dem roten Bühnenvorhang gibt zu Hoffnungen wie Befürchtungen gleichermaßen Anlass: „Rock Anthems“ - das Motto der gerade frisch begonnenen Tour von Supererfolgsgeiger David Garrett. Mit sehr hohem Frauenanteil hat sich die Olympiahalle bis auf den letzten Platz gefüllt, in gespannter Erwartung von „Crossover“, dem Schreckensbegriff der Unentschiedenen. Und im Notfall sieht er ja immer noch gut aus.
Gleichwohl: Garrett startet mit Covern von „Welcome To The Jungle“ (Guns'n'Roses), „Palladio“ (Carl Jenkins) und „Cry Me A River“ (Justin Timberlake) und führt somit den Teil seines aktuellen Schaffens vor, über den man besonders trefflich streiten kann: Der erste Song ist ein richtiger Rock-Klassiker, weshalb ihm auch mit einer Meistergeige nichts Sinnvolles mehr hinzuzufügen ist. Die beiden anderen haben mit Rock nichts zu tun und vertragen sich mit Garretts Hang zur gefühligen Glattschleiferei mal mehr und mal weniger gut. Die Arrangements sind straff, nichts ist hier auch nur einen improvisierten Takt länger als das Original.
Es ist Samstagabend, und das hier ist die große Familienshow: Gepflegte Pyrotechnik, gute Videoumsetzung, den großen Lametta-Regen gegen Ende ahnt man schon, als der Star am Anfang von einer beeindruckend hohen Säule unterm Hallendach zu uns herabgelassen wird. Das bald kommende Bad in der Menge kann man riechen wie einen heraufziehenden Schneesturm, sobald die „Pirates Of The Caribbean“ im Schmalz ertrunken sind. Jeder Song ist hier „meine Version von“ - und diese ist immer „für euch“. Garrett ist ein Showman mit attraktivem Schlafzimmerblick, er lebt das auf der Bühne vollkommen: Seine Freude am Spielen wie am Unterhalten wirken stets authentisch. Und immer wieder: DAS Bubenlächeln.
Wahrscheinlich glaubt er sogar an die Bedeutung der kleinen Geschichtchen, die er zwischen den Stücken erzählt und dabei klingt wie eine Mischung aus Thomas Hermanns und Rüdiger Hoffmann: In Bangkok hat er gefälschte Garrett-CDs auf dem Markt entdeckt, hoho, in New York schleppte man seinen Audio R8 ab, hihi, beim Flug über den Pazifik wurde sein Geburtstag von der Datumsgrenze verschluckt und es gab „keine Feier mit den Kumpels“, oooch. Später erzählt er hingegen,dass er ja kaum noch Freunde habe, das Tourneeleben und so, wir wissen schon.
Das hat nur alles mit Kunst nichts zu tun. Und wenn Garrett dann tatsächlich mit dem „Säbeltanz“ und „Funiculì, Funiculà“ Stimmung macht, Himmel hilf, dann liegt da echt ein toter Fisch im Wasser. Zu „1000 Pipers“ tanzt eine Art Prinzengarde. Das ist, sorry, die gleiche Wohlfühlsoße, wie sie von den Flippers bis André Rieu vergossen wird. David schreibt's uns an die Wand: „Ihr seid der Motor, der mich vorantreibt. Ohne euch wäre ich verloren.“ Passt scho, Alter.
Aber manchmal passt es wirklich und ist da auch besonders schön: Ein „Yesterday“ kann mit einer Garrett-Geige so geschluchzt werden, dass es zu Tränen rührt. Doch „Rock Anthems“ sind da natürlich ganz weit weg, und der Kaufhaussound so gefährlich nahe wie die Sambarasseln in „Human Nature“ von Michael Jackson. Sehr hübsch ist, wenn Garrett das Pedalboard der E-Gitarristen okkupiert und Coldplays „Viva La Vida“ quasi im Alleingang stemmt. Bei einer klassischen Corelli-Variante blühen der Star und sein Orchester, die Neue Philharmonie Frankfurt, so sehr auf, dass man „Classic Anthems“ zu missen beginnt.
Abschließend: „We Will Rock You“ - ein Missverständnis, darum geht es hier einfach nicht. Schon eher um ein „Let It Be“, die Zugabe: Gut gelaunt genießen. David lässt uns alle das leuchtende Handy hochhalten und freut sich: „In München sieht das einfach am Geilsten aus.“ So viel zur Frage, was rockt und was einfach nur gut aussieht.
Es ist Samstagabend, und das hier ist die große Familienshow: Gepflegte Pyrotechnik, gute Videoumsetzung, den großen Lametta-Regen gegen Ende ahnt man schon, als der Star am Anfang von einer beeindruckend hohen Säule unterm Hallendach zu uns herabgelassen wird. Das bald kommende Bad in der Menge kann man riechen wie einen heraufziehenden Schneesturm, sobald die „Pirates Of The Caribbean“ im Schmalz ertrunken sind. Jeder Song ist hier „meine Version von“ - und diese ist immer „für euch“. Garrett ist ein Showman mit attraktivem Schlafzimmerblick, er lebt das auf der Bühne vollkommen: Seine Freude am Spielen wie am Unterhalten wirken stets authentisch. Und immer wieder: DAS Bubenlächeln.
Wahrscheinlich glaubt er sogar an die Bedeutung der kleinen Geschichtchen, die er zwischen den Stücken erzählt und dabei klingt wie eine Mischung aus Thomas Hermanns und Rüdiger Hoffmann: In Bangkok hat er gefälschte Garrett-CDs auf dem Markt entdeckt, hoho, in New York schleppte man seinen Audio R8 ab, hihi, beim Flug über den Pazifik wurde sein Geburtstag von der Datumsgrenze verschluckt und es gab „keine Feier mit den Kumpels“, oooch. Später erzählt er hingegen,dass er ja kaum noch Freunde habe, das Tourneeleben und so, wir wissen schon.
Das hat nur alles mit Kunst nichts zu tun. Und wenn Garrett dann tatsächlich mit dem „Säbeltanz“ und „Funiculì, Funiculà“ Stimmung macht, Himmel hilf, dann liegt da echt ein toter Fisch im Wasser. Zu „1000 Pipers“ tanzt eine Art Prinzengarde. Das ist, sorry, die gleiche Wohlfühlsoße, wie sie von den Flippers bis André Rieu vergossen wird. David schreibt's uns an die Wand: „Ihr seid der Motor, der mich vorantreibt. Ohne euch wäre ich verloren.“ Passt scho, Alter.
Aber manchmal passt es wirklich und ist da auch besonders schön: Ein „Yesterday“ kann mit einer Garrett-Geige so geschluchzt werden, dass es zu Tränen rührt. Doch „Rock Anthems“ sind da natürlich ganz weit weg, und der Kaufhaussound so gefährlich nahe wie die Sambarasseln in „Human Nature“ von Michael Jackson. Sehr hübsch ist, wenn Garrett das Pedalboard der E-Gitarristen okkupiert und Coldplays „Viva La Vida“ quasi im Alleingang stemmt. Bei einer klassischen Corelli-Variante blühen der Star und sein Orchester, die Neue Philharmonie Frankfurt, so sehr auf, dass man „Classic Anthems“ zu missen beginnt.
Abschließend: „We Will Rock You“ - ein Missverständnis, darum geht es hier einfach nicht. Schon eher um ein „Let It Be“, die Zugabe: Gut gelaunt genießen. David lässt uns alle das leuchtende Handy hochhalten und freut sich: „In München sieht das einfach am Geilsten aus.“ So viel zur Frage, was rockt und was einfach nur gut aussieht.
 
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2012年4月14日星期六

Eine Badehose für die Würde

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Vielen Männern fällt es schwer, eine Badehose mit Würde zu tragen. Als Joon-Mo Ok vergangenen Sommer zu einer Klausurtagung am Lake Tahoe flog, hatte er erst zwei Monate bei seiner Firma gearbeitet. „Ich war schon etwas besorgt darüber, welchen Eindruck ich bei meinen neuen Kollegen machen würde", sagt der 36-jährige Berater für mobile Zahlungstechnik aus Redwood City in Kalifornien. Bei einer Reise nach Brasilien hatte er knielange Badeshorts getragen, doch der ausgebeulte Look erschien ihm „etwas kindisch" für das Beisammensein mit Arbeitskollegen.
Altersgerechte Bademode zu finden bedeutet oft, sich durch Surferhosen mit wilden Mustern und knappe, eng anliegende Badehosen zu kämpfen, die nur wenige mit lässigem Selbstvertrauen tragen können.

Badehosen in der Filmgeschichte

Everett Collection
Für Herren ab 30 ist es noch schwieriger: Sie haben vielleicht schon ein paar Pfunde zugelegt und müssen sich trotzdem bei beruflichen Veranstaltungen im Strandoutfit zeigen, wo ihnen Kollegen oder sogar der Geschäftsführer über den Weg laufen können. Wenn sie jedoch die Pool-Aktivitäten komplett auslassen, könnten sie am Ende als Büroprüde dastehen.
Einige Marken wollen jetzt diesen Markt knacken, indem sie etwas kürzere Badeshorts anbieten, die sich beim Gang ins Wasser nicht aufblähen. In den Läden liegen daher dieses Jahr auch schmaler geschnittene, mittellange Badehosen.
„Alles dreht sich jetzt um die Badehosen, die etwas nachsichtiger sind", anstatt der kurzen, engen Sorten, die Modemarken in den letzten Jahren verkauft haben, sagt Durand Guion, Leiter der Herrenmode bei der Kaufhauskette Macy's. Er rechnet damit, dass dieses Frühjahr vor allem Badehosen verkauft werden, die etwa bis zur Mitte des Oberschenkels reichen. „Es wird genug bedeckt, dass sich ein älterer Mann wohlfühlt", sagt er - und auch einer, der keinen Waschbrettbauch vorzuweisen hat.
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Dieser Stil funktioniert im Wasser genauso gut wie an Land. „Mit einem T-Shirt und Flipflops oder Segeltuchschuhen kombiniert kann man so auch zum Strandclub oder zum Mittagessen gehen", sagt Guion. „Mit knapperer Bekleidung müsste man noch eine kurze Hose drüberziehen."
„Über dem Knie und etwas passend geschnitten" ist der Stil, den Männer bei Bergdorf Goodman suchen, sagt Matthew Singer, Leiter der Herrenmodeabteilung. Die Marke Vilebrequin, die für ihre Muster bekannt ist, ist im Laden besonders beliebt.
Joon-Mo Oks Suche nach einer reiferen Badehose hat ihn zu Land's End geführt, wo er sich einer einfache, schwarze Hose aus der Volley-Reihe ausgesucht hat. Sie reicht bis übers Knie und ist etwas enger geschnitten. In dem Outfit habe er nicht grell oder jugendlich ausgesehen und einen guten Eindruck bei seinen Kollegen hinterlassen, sagt er.
Das Modell Volley verkauft sich bei der Marke Land's End am besten. Die Innennaht ist 23 Zentimeter lang und reicht bei einem 1,75 Meter großen Mann genau bis übers Knie. Eine weitere Variante hat eine 15 Zentimeter lange Innennaht, die etwas höher am Bein endet. - Vergangenes Jahr beschwerten sich Kunden bei Land's End, dass die Badehosen mit 28 Zentimeter langen Innennähten zu lang seien.
Das Modell hat außerdem ein Gummibund, der „Speckrollen nicht überquellen lässt", sagt Max Garbutt, Warenleiter der Herrenabteilung.
Lloyd Boston, Stilberater und Autor der „Style-Checkliste", hat eine Faustregel: „In die Beinöffnung sollten nur ein oder zwei Finger passen, ansonsten sind sie zu groß." Ein Gummibund steht besonders Männern mit Speckrollen oder Bauchansatz, sagt Boston. Der Herrenmodeberater Tom Julian fügt hinzu, dass Badehosen mit einem Knopf vorne und Gummizug hinten einem Mann mit Bauchansatz gut stehen können und trotzdem bequem sind.
In den zwölf Monaten bis Februar ist der Umsatz mit Herrenbademode im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 522,6 Millionen Dollar gestiegen, so die NPD Group. Der höhere Umsatz habe teils auch mit neuen Modellen zu tun, die auch als kurze Hosen zu tragen sind, sagt der leitende Branchenanalyst bei NPD, Marshal Cohen. Außerdem seien Männer bereit, etwas mehr für ihre Badehosen auszugeben. 26 Prozent der Kleidungsstücke, die in diesem Zeitraum verkauft wurden, kosteten zwischen zehn und 19,99 Dollar, 21 Prozent kosteten über 50 Dollar.
Badehosen der Marke Vilebrequin kosten zwischen 180 und 590 Dollar. Die Preise erklärt das Unternehmen mit seiner Handwerkskunst: Eine Vilebrequin-Hose zu schneidern dauere doppelt so lang wie eine andere Badehose, sagt der Geschäftsführer für den amerikanischen Kontinent, Brian Lange. Es koste viel Zeit, das Muster der Tasche passend auf die Hose zu nähen. Außerdem werden sie aus französischem Polyamid genäht, und nicht aus Polyester. Die Hosen sind mit einem durchgehenden Baumwollnetzstoff gefüttert, um die Naht in der Mitte zu vermeiden. Diese finden manche Männer unbequem.
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2012年4月13日星期五

«Persilschein für Steuerbetrug in grossem Stil»

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Österreichs Oppositionsparteien proben den Aufstand gegen einen Steuerdeal mit der Schweiz.
Am Freitag, den 13. April, soll es so weit sein, dann soll das Steuerabkommen zwischen Österreich und der Schweiz unterzeichnet werden: Die Nationalflaggen der beiden Nachbarstaaten auf einer Limousine in Bern.
Am Freitag, den 13. April, soll es so weit sein, dann soll das Steuerabkommen zwischen Österreich und der Schweiz unterzeichnet werden: Die Nationalflaggen der beiden Nachbarstaaten auf einer Limousine in Bern.
Bild: Keystone
brautkleider 2012
Auch in Österreich regt sich wie in Deutschland Widerstand gegen einen Steuerdeal mit der Schweiz. Für die parlamentarischen Oppositionsparteien ist der Deal der Koalitionsparteien – Sozialdemokraten (SPÖ) und Volkspartei (ÖVP) – ein «Ablasshandel für kriminelle Steuerhinterzieher», ein «Schlag ins Gesicht», ein «fatales Signal» für ehrliche Steuerzahler und ein «Persilschein für Steuerbetrug in grossem Stil». Das berichtet die Austria Presse Agentur.
Allerdings hat der Protest nicht annähernd dieselbe Wirkung wie in Deutschland: Während es in Berlin die Zustimmung der Ländermehrheit zur Umsetzung braucht, reicht in Österreich eine einfache Mehrheit im Parlament. Die Regierung in Wien kann somit in der jetzigen Form ihrer Zusammenarbeit die parlamentarische Abstimmung für sich entscheiden.
In Deutschland wird nun seit mehr als zwei Jahren über ein Steuerabkommen mit der Schweiz diskutiert. Österreich ist flotter und zieht das Abkommen im Eiltempo durch. Österreich und die Schweiz haben sich darauf verständigt, bisher unversteuerte Gelder von Österreichern auf Schweizer Bankkonten einmalig und pauschal mit 15 bis 38 Prozent zu besteuern. Zur Unterzeichnung des Abkommens treffen sich Bundesrätin  und die österreichische Finanzministerin Maria Fekter morgen Nachmittag in Bern .
Letzte Störversuche
Die Grünen in Österreich wollten von der Koalitionsregierung in Wien noch letzte Zugeständnisse bezüglich des Steuerabkommens mit dem Argument erwirken, ansonsten die parlamentarische Unterstützung etwa für den Euro-Stabilitätsmechanismus ESM zu verwehren. Realistischerweise gehe man aber davon aus, dass es «zu nicht mehr als einer heftigen politischen Debatte» kommen werde, heisst es aus den Parteigremien.
Laut dem Abkommen sollen, wie bei den Abkommen mit Deutschland und Grossbritannien, auch die österreichischen Steuerflüchtlinge anonym bleiben können. Zu diesem Zweck wird die Steuer von den Schweizer Banken eingezogen und dann nach Österreich überwiesen. Geschehen soll dies in zwei Schritten: Für Schwarzgeld, das bereits viele Jahre in der Schweiz gebunkert ist, soll die Abschlagszahlung von pauschal 15 bis 38 Prozent anfallen. Die Zinserträge werden dann in Österreich mit 25 Prozent besteuert. Denn auch der Ertrag auf Vermögen im Ausland ist in Österreich steuerpflichtig, schreibt der . Wenn Sie an brautjungfernkleider interessiert sind,bitte besuchen unsere Website:hochzeitskleider günstig

2012年4月12日星期四

Praktisch unschlagbar im Flur

Post by (abendkleider online) Apr 2012

(NL/1195758090) Der Eingangsbereich zum Flur ist oft der am wenigsten einladende Teil einer Wohnung. Liegt ein Teppich Läufer in der Wohnung, sieht auch der Flur schnell top gepflegt aus. Viele staunen, wenn Sie entdecken, wie sehr ein wenig Textilfaser oder Naturfaser gerade diesen Bereich verändern kann! Im Stil passend zu den Stufenmatten Ihrer Treppe oder zum Teppich im Wohnzimmer, schließt der Teppich Läufer sehr dekorativ die Ambiente-Lücke, die oft im Flur oder im Eingangsbereich zu finden ist. Dabei gibt es Teppich Läufer in so vielen verschiedenen Ausführungen, dass es leicht ist, einen Teppich Läufer zu finden, der bestens zur individuellen Einrichtung passt.
Ein Teppich Läufer ist aber nicht nur schick. Er ist auch praktisch, pflegeleicht und sehr nützlich. Oft stehen gerade in diesem Bereich, neben der Eingangstür, mehrere Paar Schuhe, ein Regenschirm wird abgelegt und da dieser Teil der Wohnung zuerst betreten wird, sammelt sich hier auch schnell Schmutz. Bilden Fliesen, Laminat oder PVC den Untergrund, ist Straßenstaub oder Feuchtigkeit schnell im gesamten Flur verteilt. Ein Teppich Läufer ist deshalb eine prima Anschaffung. Da der Teppich Läufer Schmutz und Straßenstaub abfängt, und er leicht zu reinigen ist, bleibt der gesamte Wohnbereich sauberer.
Oft fällt die Entscheidung für den Kauf aus praktischen Gründen, zum Beispiel weil kleine Kinder im Haus sind, die auf Strümpfen oder barfuß laufen und sich auf dem nackten Boden kalte Füße holen könnten. Oder weil Haustüre wie Hund und Katze auf dem Laminat zu sehr rutschen. Ein Teppich Läufer aus Sisal ist bei Haustüren oft besonders gern genommen, weil das natürliche Material den Tierpfoten guten Halt bietet. Auch eine erhöhte Nutzungs-Frequenz kann den Ausschlag geben einen Teppich Läufer <a href=”http://www.fussmatten.de/stufenmatten/laeufer-brautkleider 2012 teppich.html“>http://www.fussmatten.de/stufenmatten/laeufer-teppich.html in den Flur zu legen, zum Beispiel wenn viele Freunde zu Besuch kommen. Aber auch das kann ein Grund sein: Die neuen Nachbarn sind besonders lärmempfindlich. Egal aus welchem Grund Sie sich für einen Teppich Läufer entscheiden, er bringt viele Vorteile mit und wird sich als besonders lohnende Anschaffung zeigen, die Sie nicht mehr missen möchten.
Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

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2012年4月10日星期二

Tanzen, bis es schmerzt

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Der 27-jährige Comiczeichner Bastien Vivès ist der aufstrebende Zeichner Frankreichs. Sein neues Buch "Polina" ist nun auf Deutsch erschienen.
Das europäische Comic-Festival im französischen Angoulême war eine wichtige Wegmarke in der jungen Laufbahn von Bastien Vivès. Vor drei Jahren erhielt er für sein Album Der Geschmack von Chlor dort als wichtigster Nachwuchskünstler den "Prix Essentiel Révélation". In diesem Jahr verlieh ihm der Kritikerverband den Grand prix de la critique für sein Buch Polina. Der Preis definiert jedes Jahr den Gipfel der Comic-Kunst. Mit erst 27 Jahren ist Bastien Vivès ins Pantheon der erzählenden Zeichner aufgestiegen.
Seine Graphic Novel erzählt von der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Eine junge Tänzerin tritt als junges Mädchen in die Akademie des Professors Bojinski ein, einem Meister des klassischen Tanzes. Sie bekommt seine Strenge schmerzhaft zu spüren. Obwohl sie später ihren eigenen Weg geht, geben seine Lehren ihr Orientierung, wenn sie Zweifel an ihrer Berufung überkommen. Der Titel Polina lehnt sich an die international renommierte Tänzerin Polina Semionova an, die mäßig begeistert darüber ist, dass jemand ungefragt ihr Leben fiktionalisiert hat.
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In einem Youtube-Video zeigt Bastien Vivès, wie er arbeitet. Er ist der erste Zeichner in der Riege der Preisträger des Grand prix de la critique, dessen Bücher fast ausschließlich am Computer entstehen. Bei Polina stand für ihn fest, dass er ganz auf Farben verzichten muss, damit ihre visuelle Wirkung nicht von den Tanzbewegungen der Körper ablenkt. Alltagskleidung hält er in Grau, während für die Haut und die Tanzposituren Weiß benutzt. Mit Schwarz setzt er schließlich Kontraste. Als Bojinski der sechsjährigen Polina die Grundlagen seiner Lehre beibringt, verschwindet in der Folge von vier Bildern das Grau immer mehr. Im letzten Bild bildet das Schwarz von Bojinskis Jackett den Hintergrund, während sich seine riesenhafte Pranke über ihren noch unausgebildeten weißen Körper legt. Das ist der symbolische Moment, in dem Polina anfängt, nur noch für den Tanz zu leben. Auf der Bühne fräsen sich später die weißen Körper in ein sonst völlig schwarzes Bild.
In einem Gespräch mit dem französischen Radiosender France Culture sagt Vivès: "Ich habe schon immer gerne Leute gezeichnet, die sich elegant bewegen und eine natürliche Grazie haben." Es mache ihn traurig, wenn er sehe, dass die Schönheit einer natürlichen Haltung verloren geht. Wenn er seine Bücher entwirft, schweben ihm zuerst bestimmte Körperbewegungen im Kopf herum. Schon Der Geschmack von Chlor war eine türkisfarbene Bewegungsstudie über die Annäherung an fremde Orte und Menschen. Eine Frau, deren natürliches Element das Wasser zu sein scheint, bringt einem schüchtern-ungelenken Jungen das Schwimmen bei. Das Erlernen der richtigen Bewegung wird darin zur Chiffre, sich die Welt anzueignen.
Vivès beschreibt seine Figur Polina als Schwester, die er nie gehabt hat. Sie beide teilen die Erfahrung, dass man als Künstler alleine dasteht, wenn es um die wesentliche Entscheidung geht, wie man sich künstlerisch ausdrücken will. Während der Ausbildung beantwortet zwar kein Lehrer die Fragen, die man sich als Künstler stellen muss. Aber er hilft seinen Schülern dabei, die richtigen Fragen für sich zu entdecken. "Bei einem guten Lehrer bekommt man Lust, Entscheidungen zu treffen. Er lässt die Dinge einfach aussehen, damit seine Schüler sie verstehen und daran glauben, dass sie ihre Vorstellungen umsetzen können."
Bastien Vivès‘ Vater ist Maler und Illustrator, was ihn dazu bewegte, Grafik und Animation an der École des Gobelins zu studieren. Letzten Endes war es jedoch der Filmemacher Alain Monclin, der ihn entscheidend prägte: "Seinetwegen mache ich heute Comics." Alain Monclin gab an der École des Gobelins einen Kurs über die Mise en scène im Kino. Der junge Vivès stellte sich dort mit den Worten vor: "Ich will Geschichten erzählen, weiß aber nicht wie." Für Comics hatte er sich bereits interessiert, als er mit dem Zeichnen angefangen hatte. Nach dem Kurs verfügte er aber über die Werkzeuge, die ein visueller Erzähler braucht: Er wusste nun, wie er die Seiten aufteilen muss, wie er die Übergänge zwischen den Einzelbildern zu gestalten hatte oder wie verschiedene Perspektiven wirken.
In demselben visuellen Stil hat Bastien Vivès vor kurzem den pornografischen Comic Les Melons de la colère (Melonen des Zorns) rausgebracht. Jetzt gehört er offiziell zu den ganz Großen des Mediums. Wie andere Großmeister seiner Zunft, etwa Joann Sfar (Gainsbourg) oder Marjane Satrapi (Huhn mit Pflaumen), liebäugelt er mit dem Kino. "Ich habe nie gesagt, dass ich bei Comics stehen bleiben werde. Ich liebe es, immer weiter zu gehen und nicht immer dasselbe zu tun. Der Laune des Augenblicks nachzugeben."Wenn Sie an brautjungfernkleider interessiert sind,bitte besuchen unsere Website:hochzeitskleider günstig

2012年4月6日星期五

25 Jahre in Haft für Viktor Bout

Post by (abendkleider online) Apr 2012


Russischer, Waffenhändler, Bout, Jahre, HaftSchon 2008 wurde Viktor Bout in Bangkok verhaftet und zwei jahre später von einem thailändischen Gericht verhört© Damir Sagolj/Reuters
Der russische Waffenhändler Viktor Bout muss in den USA 25 Jahre lang ins Gefängnis. Ein US-Bundesgericht in New York verurteilte den 45-Jährigen unter anderem wegen Verschwörung zum Verkauf eines umfangreichen Waffenarsenals an den USA feindlich gesinnte Rebellen in Kolumbien zu der langjährigen Haftstrafe. Russland kritisierte das Urteil, das Bouts Anwalt anfechten will.
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Bout erhielt zudem in drei weiteren Anklagepunkten, in denen er im November für schuldig befunden worden war, jeweils 15 Jahre Haft. Die Haftstrafen werden aber nicht addiert. "25 Jahre sind genug", sagte Richterin Shira Scheindlin bei der Verkündung des Strafmaßes. "Es gibt keine Beweise, dass er sich aktiv in einer terroristischen Vereinigung engagieren wollte." Bout habe aber in der Vergangenheit Waffen an "die grausamsten und gewalttätigsten Regime der Welt" verkauft. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert.
Bout selbst beteuerte bei der Urteilsverkündung erneut seine Unschuld. "Ich hatte nie die Absicht, jemanden zu töten, und ich hatte nie die Absicht, Waffen an jemanden zu verkaufen, Gott kennt die Wahrheit", sagte Bout im Gerichtssaal, in dem auch seine Frau Alla und seine 17-jährige Tochter anwesend waren. Staatsanwalt Preet Bharara nannte das Urteil angemessen "für einen Karriere-Waffenhändler der gefährlichsten Art".

Russland fordert Auslieferung

Bouts Anwalt Albert Dayan hatte der Richterin vorgeworfen, seinen Mandanten vorverurteilt zu haben. Er sagte laut russischen Nachrichtenagenturen, für seinen Mandanten bedeute das Urteil nicht das Ende. "Wir haben solide Argumente und sind zuversichtlich, dass die Wahrheit siegen wird." Er werde das Urteil anfechten. Bouts Ehefrau Alla sagte, das Urteil sei ein "Sieg". Dass das Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft liege zeige deren "schwache Argumente".
Das russische Außenministerium kritisierte das Urteil als "unbegründet und parteiisch". Die US-Justiz habe auf "politische Anweisung" gehandelt. Das Ministerium werde "alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um die Rückkehr Viktor Bouts in seine Heimat zu erreichen". Der einflussreiche russische Parlamentarier Alexej Puschkow forderte  auf, Bout zu begnadigen.
Der als "Händler des Todes" bekannte Bout war 2008 in Thailand festgenommen und später an die USA ausgeliefert worden. US-Agenten, die sich als Mitglieder der kolumbianischen FARC-Guerilla ausgaben, hatten ihn in ein fiktives Waffengeschäft verwickelt und unter anderem Raketen zum Abschuss von US-Flugzeugen verlangt.

Von Afghanistan nach Hollywood

Bouts Anwalt sagte vor Gericht, sein Mandat habe den Waffenverkauf lediglich vorgetäuscht, tatsächlich sei es ihm um den Verkauf von Flugzeugen gegangen. Im November wurde Bout unter anderem für schuldig befunden, den Verkauf von Waffen zur Tötung von US-Bürgern geplant zu haben.
Der Russe soll Waffen in Krisengebiete in Afrika, Südamerika, den Nahen Osten und nach Asien geliefert haben. Auch in Afghanistan soll er über Jahre Kriegsparteien mit Waffen versorgt haben, auch islamistische Terrorgruppen. Bout beherrscht angeblich sechs Fremdsprachen und verfügte in der Vergangenheit über verschiedene Tarnidentitäten. Sein schillerndes Leben war Vorlage für den Hollywood-Film "Lord of War - Händler des Todes" mit .
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2012年4月5日星期四

Rufus Wainwright Videopremiere Out Of The Game

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Als weiteres Appetithäppchen zum anstehenden, neuen Album von Rufus Wainwright , “Out Of The Game”, erscheint heute das Video zum Titelsong, das wir hier als Videopremiere präsentieren.
Nicht, dass Rufus über die Maßen bekannt wäre für seinen hohen Output an Musikvideos. In den 14 Jahren seiner Karriere veröffentlichte er lediglich 8 Videos. Zuletzt, 2007, das von Turnvater Jahn inspirierte ‘Rules And Regulations’ im englischen Gentleman-Stil der 1920er Jahre.
Auch im aktuellen Video ‘Out Of The Game’ fehlt es nicht an einer gewissen ‘Britishness’. Niemand anderes als Helena Bonham Carter (unvergessen als Queen Elizabeth Bowes-Lyon in “The King’s Speech”) räkelt sich als Sekretärin lasziv, allmählich dekompensierend auf dem Balkon einer Bücherei, auf die Anlieferung einer Matratze wartend. Rufus gibt es in gleich drei verschiedenen Rollen, als manisch dreinblickender Snob, beschwipster Stundent und blond-perückte Transe.
Das ganz will nicht immer unbedingt Sinn zum Songtext ergeben, das haben die Videos von Mr Wainwright aber eh nie zwingend getan. Dennoch amüsiert der Clip ob der kleinen Schrull- und Schrilligkeiten der agierenden Charaktere.
brautkleider 2012
Die Vorfreude auf das am 20.4. in allen Formaten erscheinende, von Mark Ronson produzierte, Werk bleibt ungebrochen.
Einziger Wermutstropfen für deutsche Fans: bisher gibt es nur einen geplanten Auftritt am 25.4. in Berlin …Wenn Sie an brautjungfernkleider interessiert sind,bitte besuchen unsere Website:hochzeitskleider günstig

2012年4月4日星期三

Herren Businessmode

Post by (abendkleider online) Apr 2012

Das 1921 in New York gegründete Modelabel McGregor präsentiert seine neueste Herren Businessmode-Kollektion 2012: In bügelfreien Herrenhemden aus Clever Cotton, stilvoll-karierten Sakkos, legeren Leinen Blazern, eleganten Sakkos mit Ellbogenpatches oder in noblen Tartan Mustern sowie luxuriösen Business-Herrenschuhen betritt der modebewusste Mann das Trendparkett in dieser Saison. Die neue Distinction-Kollektion im italienischen Herrenmode-Stil zeichnet sich durch feinste Materialien wie italienisches Leder, 100 % Pima-Baumwolle bei den hochwertigen Strickpullovern und Eleganz in jedem Detail aus. Ob beim Meeting, Kundentermin oder am Abend als Business Casual Wear: McGregor Businesskleidung verkörpert eine besondere Balance aus stilvollem Business- und smartem Leisure Look zugleich. Im offiziellen McGregor Online Shop wird die Distinction-Linie ab sofort geführt.
Gefertigt in italienischer Schneidertradition, verleiht die Businessmode für Herren Geschäftsmännern von heute einen modernen und dezent luxuriösen Look: So wird das McGregor Sakko „Taron Tivoli“ im Tailored Fit mit eleganten Seitenschlitzen kontraststark mit einem Pima-Baumwoll-Pullover in Fuchsia kombiniert. Die luxuriöse Baumwolle hat einen besonders seidig weichen Griff und trotzt unerwünschten Verfilzungen durch ihre hohe Strapazierfähigkeit. Gentlemanlike wird der McGregor Männermode-Look 2012 durch ein kariertes Hemd in edler Hyazinthe abgerundet. brautkleider 2012
Klassisch weiß, markant mit Tartan-Muster oder elegant gestreift: Die Hemden von McGregor Fashion New York bieten für jeden Anlass den passenden Look und beweisen auch solo zu Jeans oder leichten Herren-Chinos sehr gute Passform. Erhältlich sind die neuesten Hemden als Custom-, Tailored- oder Slim Fit und zusätzlich auch als Clever Cotton Mode für Geschäftsmänner mit besonders vielen Terminen: So erleichtert das zu 100 % atmungsaktive, schmutzabweisende, bügelfreie und knitterfreie Hemd „Benzo Burton“ by McGregor aus dem offiziellen McGregor Shop unter www.mcgregorstore.com/de-de den Business-Alltag auf clevere Art.

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2012年4月3日星期二

Steuer hinterzogen - Essener Wirt muss in Haft

Post by (abendkleider online) Apr 2012
Steuer hinterzogen - Essener Wirt muss in Haft
Foto: Oliver Müller
Essen.  Gefasst hört er dem Richter zu. Doch innerlich wird es brodeln in dem immer smart wirkenden Gastronomen aus Bredeney. Denn die XXI. Essener Strafkammer will den 50-Jährigen für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis stecken, weil er im großen Stil Steuern hinterzog.
Erfolgreich war er, führte sein Unternehmen mit fünf Restaurants in Essen, Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen laut Urteil im patriarchalischen Stil. Allein auf die griechische Küche hatte er nicht gesetzt, sondern sie um mediterrane Angebote erweitert. Kunden lobten das „super Fleisch“, das bei ihm auf den Teller kam. Über kulinarische Qualitäten ließ das Gericht sich nicht aus, lobte aber die „beachtliche Lebensleistung“ des Angeklagten.

brautkleider 2012
Eine Leistung, von der das Finanzamt gerne seinen Teil bekommen hätte. Doch von 2002 bis 2008 ermöglichte es der Gastronom, mit einem Trick die elektronische Kasse zu manipulieren. Mit simplen Schritten schaffte er es, am Ende eines Tages den Ausdruck für die Tageseinnahmen derart zu verändern, dass die Geldbeträge mit der Realität nichts mehr zu tun hatten.

Schwarzgeld gezahlt

Diesen Ausdruck gab er der Buchhaltung, und auf diesem Weg bekam das Finanzamt nur von den verringerten Einnahmen Kenntnis. Das Geld nutzte er laut Urteil, um Personal schwarz zu bezahlen. Aufgefallen war er, weil einem Steuerprüfer des Finanzamtes Gelsenkirchen-Nord, wo die Restaurantkette sitzt, es unmöglich erschien, dass in so großen Restaurants so wenig offiziell beschäftigte Kellner arbeiten.
Laut Anklage hatte der Restaurantchef eine Million Euro Steuern hinterzogen. Das Urteil stellte jetzt nur einen Betrag fest, der um die Hälfte darunter liegt. Einen Großteil der Steuer hat er schon nachgezahlt. 19 Prozesstage kümmerte sich die Kammer in dem seit September laufenden Verfahren darum, wie hoch der Umsatz in den Restaurants war.
Zum Schluss kam eine Schätzung mit Sicherheitsabschlag zustande. Staatsanwältin Alexandra Rott hatte drei Jahre Haft gefordert, die Verteidiger Martin Meinberg und Klaus Bernsmann sahen eine Bewährungsstrafe als angemessen an. Dafür sah das Gericht keinen Anlass. Richter Wolfgang Schmidt erinnerte daran, dass der Gastronom selbst nach einer Durchsuchungsaktion weitermachte.
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2012年4月2日星期一

Drei DM-Titel für Ringer vom Oberrhein

Post by (abendkleider online) Apr 2012

B-Jugendliche Johannes Voegele und Jörn Schubert vom TuS Adelhausen ergattern ebenso Gold wie Andreas Heidt vom RV Rümmingen 03 / Daniel Betz Vizemeister.
  1. Erfolgreiche B-Jugendliche des RV Rümmingen 03: Alexander Kizimov, der DM-Zweite Daniel Betz, Trainer Igor Pevtsov, der deutsche Meister Andreas Heidt und Dennis Petenko (von links). Foto: Kronenberger
Martin Graupner spricht mit Thomilla von den Turntablerockern über die Turntablerocker, über Elektronik und über die Elektroniker.
SZENE: In den 90-er Jahren lag elektronische Musik für mich irgendwo zwischen Terrordrome, MoDo und 2Unlimited. Ich kam etwas verspätet dazu, mir diese Musik anzueignen. Wie war das bei dir?
THOMILLA: Da würde ich noch weiter zurück greifen. Die älteste Platte, die ich mir gekauft hab, mit neun Jahren, das war Herbie Hancock ›Rock It‹. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht was elektronische oder nicht-elektronische Musik ist. Da hab ich einfach als kleines Kind Musik konsumiert. Lustigerweise ist es eine elektronische Platte gewesen. Die ich immer noch habe und immer noch im Club auflegen kann, was total der Hammer ist. Und eine Platte, die ich mir ein paar Jahre später gekauft habe, war Africa Bambaataa & Soulsonic Force ›Planet Rock‹. Die hat mich auch total umgehauen. Das war zu der Breakdance -Zeit. Allerdings wusste ich zu der Zeit auch noch nicht, dass das von Kraftwerk gesampelt wurde. Das hab ich erst Jahre später begriffen. Und Kraftwerk war für mich natürlich auch ein Lead zur elektronischen Musik. Klar hab ich in den 90-ern auch klassische elektronische Musik konsumiert, die in den Charts war, wie du schon gesagt hast. 2Unlimited, Snap oder Ähnliches. Auch wenn das vor allem Bandmusik ist. Auch bin ich durch meine Erfahrungen in den 90-ern in den Fängen des Hip-Hop gelandet. Das hat mich viele Jahre begleitet und beschäftigt. Erst Ende der 90-er, Anfang 2000, als wir auch mit Turntablerocker unser erstes Album gemacht haben, habe ich mich wieder intensiver mit elektronischer Musik beschäftigt, da wir für uns einfach aus dem Hip-Hop ausbrechen wollten und auch keine Lust mehr hatten, nur Hip-Hop in Clubs zu spielen. Zu dieser Zeit kamen auch richtige Kracher raus, wie Daft Punk und Fatboy Slim, was uns auch ganz doll beeinflusst hat. In dieser Zeit habe ich auch angefangen mir viel alte und auch neue elektronische Musik zu kaufen. Angefangen von Kraftwerk bis Deep House oder Detroit House. Es waren also schon immer verschiedene musikalische Einflüsse, die mich inspiriert haben.
SZENE: Heute finden Hip-Hop und elektronische Musik sehr häufig zusammen, was ich sehr schön finde. Was man zum Beispiel bei Deichkind sieht.
THOMILLA: Das ist auch generell bei Hip-Hop, dass sich das mit vielen musikalischen Stilrichtungen vermischt hat. Die Grenzen öffnen sich immer mehr. Es ist immer mehr möglich. Auch aufgrund der Technik natürlich, dadurch, was du heute zum Beispiel nur mit einem Laptop anstellen kannst. Ich finde das total beeindruckend, dass sich die Stile vor allem im Bereich Elektronik und Hip-Hop oder Elektronik und Rock, aber auch Klassik, gut kombinieren lassen.
SZENE: Gleichzeitig kritisiert ihr auch diese Laptop-Kultur in den Clubs.
THOMILLA: Das ist wieder ein anderes Thema. Da geht es quasi um das Auflegen. Wir kritisieren natürlich Leute, die sich DJ schimpfen und tatsächlich nur einen Laptop oder ein iPad in den Club mitnehmen, ein Knöpfchen drücken, einen Autopiloten und der feuert dann eine Top Ten ab, die sich derjenige auf irgendeinem DJ-Portal gekauft hat. Da entsteht kein eigener Stil. Die technischen Skills sind dann auch fürn Arsch. In dem Song ›D.W.I.E.S.‹, den du gerade ansprichst, ›Die Welt Ist Eine Scheibe‹, kritisieren wir zwar einerseits. Andererseits legen wir auch mit einem Laptop auf. Wir selbst machen das aber so, dass wir den Laptop mit Vinyl-Platten ansteuern. Mit sogenannten Timecode-Vinylplatten, was vom reinen Gefühl des Auflegens dasselbe ist, wie Vinyl-Schallplatten zu spielen. Du wechselst nur nicht mehr die Schallplatten und nimmst nicht mehr so viel mit. Sondern immer die zwei gleichen, die den Rechner ansteuern und sagen, wo ist der Startpunkt, wo ist der Endpunkt, wo befinde ich mich gerade im Song. Aber du hast genau die gleichen Möglichkeiten. Du kannst Songs scratchen, mixen, schneller machen, anhalten, rückwärts drehen. Und wenn du das für dich herausfindest und umsetzt, haben wir gar nichts dagegen. Im Gegenteil, wir machen das ja selbst so. Nur, wenn du einen Autopiloten abfeuerst, ohne einen eigenen Stil zu kreieren, dann kannst du auch gleich eine Mix-CD einlegen. Die Kritik ist also auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen.
SZENE: Was ich gern mag, ist, dass bei eurer Musik mehr Philosophie sichtbar wird, als bei vielen anderen Elektronik-Künstlern. Wie würdest du diese Philosophie für dich beschreiben?
THOMILLA: Das liegt wohl daran, dass wir schon viel Musik gemacht haben und aus dem Umfeld urbaner Musik kommen. Wir haben ja viel Hip-Hop-Musik gemacht und produziert. Wir mögen aber auch alte Soul-Musik. Wir lassen uns beeinflussen von Italo-Disco, aber auch von Indie-Rock-Scheiben. Und wir lassen uns auch von den Essenzen inspirieren, packen die in unsere Musik und versuchen, die auf unserem Weg zu transportieren und einen eigenen Style zu kreieren.
Michi und ich sind beide sehr musikalisch, was häufig ein Problem darstellt, weil wir die Musik vollpacken mit vielen Spuren und Instrumenten und Stimmen und Samples und dann vor dem Abmischen vor dem Problem sitzen, dass da viel zu viel drin ist und wir den Song nochmal ausmisten müssen und nur die Elemente benutzen, die wir auch wirklich wollen. Das ist immer die größte Herausforderung, die größte Arbeit daran, weil wir nie auf irgend etwas verzichten können. Das ist wie im Süßigkeitenladen, wenn du nur fünf Euro in der Tasche hast, willst aber alles haben.
SZENE: Diese Arbeitsweise, die Zitate, die Kombinatorik, hört sich danach an, als wäre elektronische Musik für dich etwas postmodernes.
THOMILLA: Das ist ja auch eigentlich so. Die Elektronik ist die Verpackung, wie du das rüber bringst. Es ist elektronisch, weil wir digital arbeiten, dann aber analog echte, menschliche Stimmen, echte Instrumente aufnehmen, die aber wieder digitalisieren oder verelektronisieren. Und dadurch, dass wir Clubmusik machen, ist es auch quasi elektronisch umgesetzt.
SZENE: Die elektronische Musik kann also für dich nicht allein stehen.
THOMILLA: Die kann für mich auf keinen Fall alleine stehen. Die ist für mich genauso wichtig wie Soul, R&B, Disco, auch einige Indie-Rock-Sachen. Ich kann dir nicht sagen, in welchem Maß, aber es ist alles wichtig.
SZENE: Gibt es etwas ganz Bestimmtes, was euch antreibt, das zu machen?
THOMILLA: Das Eine führt zum Anderen. Wenn du im Club auflegst, jedes Wochenende von Stadt zu Stadt reist, Platten auflegst und das Gefühl einer guten Party mitnimmst, inspiriert das wahnsinnig und treibt dich an, unter der Woche im Studio Songs oder Edits zu machen, die du dann vielleicht das Wochenende darauf im Club spielen kannst. Das hat dann zu Folge, dass du da wieder etwas mitnimmst und das wieder probierst im Studio umzusetzen. Und wenn etwas nicht funktioniert, wirst du das auch nicht mit in das Studio nehmen. Und auch das Musikmachen als Hobby treibt einen an. Ich kann mich selbst mit Musik am besten ausdrücken. So drücke ich meine Gefühle aus. Das treibt mich an.
SZENE: Der Club ist für euch also auch Werkstatt.
THOMILLA: Auf jeden Fall. Das geht quasi in die Fabrik am Wochenende. Das ist natürlich nicht nur Spaß, das ist auch Arbeit. Leider ist auch nicht jede Party der Hammer. Wenn das so wäre, wäre das fantastisch. Aber zu 90% ist die Party gut und macht Spaß.
SZENE: Wo legt ihr für gewöhnlich auf?
THOMILLA: Vor allem im deutschsprachigen Raum. Und ein schönes Problem, das wir haben, ist, dass wir gar nicht alle Anfragen bedienen können. Dadurch können wir uns immer schon aussuchen, wo wir spielen. Und wir wollen uns auch nicht überspielen. Das war schon immer unsere Philosophie. In großen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, spielen wir für gewöhnlich auch nur zweimal im Jahr. Und dann haben wir auch schon unser Tourpensum erfüllt, weil es auch noch viele kleine Städte gibt, die wir bedienen möchten, können und wollen. Wir wollen uns auch selbst ein wenig exklusiv halten.
SZENE: Kann man euch demnächst auch in Rostock sehen?
THOMILLA: Es gibt eine erste Tourrutsche, die wir machen nach dem Albumrelease, da ist Rostock nicht dabei. Wir machen dann aber über den Sommer ein paar Festivals. Vielleicht ist etwas in der Nähe von Rostock. Und dann kommt im Herbst Teil zwei der Tour. Ich hoffe mal, dass Rostock dabei ist. Wir waren ja schon einige Male da und ich habe auch gute Erinnerungen an die Parties.
SZENE: Wie beurteilst du die elektronische Musikszene heute?
THOMILLA: Es kommen immer mal wieder Retroanfälle, wo alle möglichen DJs wieder auf einen Nenner kommen. 2003, 2004 waren Hardcore-Techno-DJs wie auch Deep-House-DJs auf so einem Synthie-Electro-House-Sound. Dann gab es ein paar Jahre später diese loophousigen Geschichten. Jetzt hab ich den Eindruck, dass Disco wieder etwas im Kommen ist. Das bricht das Tempo auch wieder ein bisschen auf, man muss sich nicht mehr auf diesen 125 bis 130 Beats per Minute bewegen, also dieses Floor Up-Tempo-Vollgas, was auch uns ganz recht ist. Auf unserer Platte spielen wir ja auch bewusst mit den Tempi, die teilweise ein bisschen langsamer sind, auf 110, 120 bpm. Und wir haben den Eindruck, dass so etwas glücklicherweise auch im Club wieder funktioniert und man nicht gleich, wenn man auf eine Party kommt, losbrettern muss. Dadurch hast du einen viel größeren Spannungsbogen. Wir finden es auch wichtig, dass du das Album nicht nur im Club hören kannst, sondern dass du das auch Zuhause oder im Auto oder in einer Bar anhören kannst. Für die Clubs kann man ja auch Remixe anfertigen, was wir auch für die Tour gemacht haben. Wir machen dann reduzierte Club-Edits, die ein bisschen länger sind, die anders arrangiert sind, vermashen die teilweise auch mit bekannten oder unbekannten Titeln, um den Leuten das Ganze etwas näher zu bringen, sonst wär das auch etwas Überforderung mit neuen Titel die keiner kennt, mit deutschen Vocals. Dazu haben wir auch noch ein visuelles Konzept entwickelt. Ich glaube das könnte ganz gut funktionieren.
SZENE: Was meinst du, was können junge Musiker besser machen?
THOMILLA: Ich glaube, sie können besser die sozialen Netzwerke im Internet nutzen. Ich merke bei uns, dass wir etwas facebookfaul sind. Das können junge Musiker total gut, twittern, facebooken, posten, ich tue mich damit noch ein bisschen schwer. Vielleicht sind wir da auch ein bisschen oldschool, weil wir aus diese Mitte der 90-er-Jahre-Zeit kommen, als MTV und VIVA noch total wichtig waren. Da gab es noch keine digitalen Formate, kein iTunes. Und es gab auch noch nicht die Technik im Club. Da hat man teilweise wirklich nur mit zwei Plattenspielern aufgelegt. Zum Teil auch CDs. Und man darf nicht stehen bleiben oder sich dagegen wehren. Man muss nur herausfinden, was man für sich nutzen kann.
SZENE: Das betrifft die wichtige Frage der Vermarktung. Was können die aber machen, um qualitativ besser zu werden?
THOMILLA: Qualität steckt einfach in einem eigenen Stil. Und wenn du frisch angefangen hast, glaub ich nicht, dass du schon herausgefunden hast, was dein eigener Stil ist. Das kann sich erst ergeben durch Erfahrung und durch Ausprobieren und Experimentieren und auch durch Eigenheiten. Das ist ja auch das, was wir in D.W.I.E.S. fordern oder kritisieren. Man darf nicht versuchen, jemand anders zu sein. Es gibt bestimmt viele junge DJs, die sehen, das etwas bei anderen Musikern funktioniert und die wollen das dann genauso machen. Und das geht unserer Meinung nach schief. Man muss probieren, einen eigenen Style für sich zu kreieren und zu finden. Und auch, wenn es mal nicht funktioniert, nicht aufgeben, sondern dran bleiben und auch hart bleiben. Und dann wird das schon funktionieren. Und wenn es doch nicht funktioniert, bleibt man sich zumindest selbst treu.
SZENE: Ihr nennt euren eigenen Stil ›Electronic Wildstyle‹.
THOMILLA: Ja irgend etwas muss man ja finden, wenn man ständig gefragt wird: Was macht ihr denn für Musik. Und das ist echt total schwierig, seine eigene Musik zu beschreiben. Vor allem wenn man sich eben aus verschiedenen Musikgenre bedient oder inspirieren lässt. Aber ›Electronic Wildstyle‹ trifft es vielleicht auch ganz gut. Denn die Musik ist elektronisch produziert und ist eine Mischung aus verschiedenen Stilen. Und jetzt, bei den neuen Album, passt das umso mehr. Das wünschen wir uns auch, dass das neue Album unseren eigenen Auflegestil wieder wildstyliger werden lässt. Wir haben jetzt gerade unseren Tourstart gehabt und haben wieder mal wild gemixt im Club und haben den Eindruck, das funktioniert ganz gut, zumal wir dafür ja auch viele Jahre standen. Die letzten Jahre sind wir vermehrt vom Tempo nach oben gegangen und haben auch vermehrt auf Electro und Techno-Festivals gespielt und auch entsprechenden Parties und Locations, was auch cool ist uns Spaß macht, aber wir wollen daraus wieder etwas ausbrechen. Das ist unser Plan.
SZENE: Beim Hören eurer Platte musste ich an Jazz denken. Auch, wenn das nicht konkret danach klingt. Glaubst du, es gibt strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen elektronischer Musik und Jazz?
THOMILLA: Hier und da auf jeden Fall. Das kommt aber auch darauf an, welche Musikrichtung den jeweiligen Musiker über die Jahre beschäftigt und inspiriert hat. Wir kommen ja beide aus Stuttgart und das war in den frühen 80-ern einfach ne GI-Stadt. Durch die vielen Amerikaner, die es da gab, gab es auch viele Black-Parties. oder urbane Parties, auf denen viel Hip-Hop und Soul und auch Disco gespielt wurde. Und das hat uns natürlich total beeinflusst. Ich glaube, darum haben wir auch lange Hip-Hop gemacht und gehört. Und ich denke, das beschäftigt uns auch nach wie vor sehr. Viele Soul Rare Groove oder auch jazzige Funk Samples haben uns für die neuen Songs inspiriert. Und dann haben wir auch mit entsprechenden Musikern gearbeitet. Mit dem orchestralen Leiter der Fantastischen Vier zum Beispiel, der ein totaler Virtuose am Piano ist und der wirklich alle Stile spielen kann, von Jazz über Latin bis zu Funk. Da kann es natürlich sein, dass ein eine jazzige Harmonie oder ein Piano Lick dabei ist. Aber das ist eher unbewusst passiert oder spontan.
SZENE: Das ist nicht nur klanglich gemeint. Auch strukturell. Wie die Musik funktioniert. Dass sie für den Club gemacht ist, dass sie tanzbar sein soll, dass sie zum Teil während des Auftritts entsteht, dass die Länge variabel ist, ob es da Gemeinsamkeiten gibt.
THOMILLA: Was ich dazu sagen kann, ist, dass elektronische Musik oder Clubmusik zum großen Teil aus Breaks besteht. Das ist oftmals der Höhepunkt, der Break, wenn es runterbricht, eine Spannung entsteht und dann setzt der Beat wieder ein. Das ist meistens der Moment, wenn der Laden tobt, wenn die Leute schreien und total abgehen. Wie das beim Jazz war, kann ich nicht sagen.
SZENE: Zum Ende eine inhaltliche Frage: Alles auf die 303. Natürlich erinnert das an den Synthesizer. Klingt aber mehr nach dem Artikel für Sachbeschädigung.
THOMILLA: (lacht) Das ist deine Interpretation, würde ich sagen. Aber das ist in erster Linie ein Wortspiel, da die Zimmernummer 303 ist und wir eine TB-303 nach dem Break verwenden. Diese Bassmaschine von Roland. Wir fanden einfach, das ist eine gute Interpretation von der Brutalität, die dann bei so einer Situation entstehen kann.
SZENE: Auch das Video dazu ist sehr schön.
THOMILLA: Das hat der gleiche gemacht, der auch unsere anderen Videos gemacht hat. Der hat es sowieso mit Tieren. Bei No Melody hatten wir es mit Pinguinen und einem Maulwurf. Bei No Funk waren auch schon Straußen dabei und Frösche. Und jetzt ist der Maulwurf zum Panda konvertiert. Er ist erwachsen geworden und hat auch Lust, mal ein bisschen Party zu machen.
Martin Graupner spricht mit Thomilla von den Turntablerockern über die Turntablerocker, über Elektronik und über die Elektroniker.
SZENE: In den 90-er Jahren lag elektronische Musik für mich irgendwo zwischen Terrordrome, MoDo und 2Unlimited. Ich kam etwas verspätet dazu, mir diese Musik anzueignen. Wie war das bei dir?
THOMILLA: Da würde ich noch weiter zurück greifen. Die älteste Platte, die ich mir gekauft hab, mit neun Jahren, das war Herbie Hancock ›Rock It‹. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht was elektronische oder nicht-elektronische Musik ist. Da hab ich einfach als kleines Kind Musik konsumiert. Lustigerweise ist es eine elektronische Platte gewesen. Die ich immer noch habe und immer noch im Club auflegen kann, was total der Hammer ist. Und eine Platte, die ich mir ein paar Jahre später gekauft habe, war Africa Bambaataa & Soulsonic Force ›Planet Rock‹. Die hat mich auch total umgehauen. Das war zu der Breakdance -Zeit. Allerdings wusste ich zu der Zeit auch noch nicht, dass das von Kraftwerk gesampelt wurde. Das hab ich erst Jahre später begriffen. Und Kraftwerk war für mich natürlich auch ein Lead zur elektronischen Musik. Klar hab ich in den 90-ern auch klassische elektronische Musik konsumiert, die in den Charts war, wie du schon gesagt hast. 2Unlimited, Snap oder Ähnliches. Auch wenn das vor allem Bandmusik ist. Auch bin ich durch meine Erfahrungen in den 90-ern in den Fängen des Hip-Hop gelandet. Das hat mich viele Jahre begleitet und beschäftigt. Erst Ende der 90-er, Anfang 2000, als wir auch mit Turntablerocker unser erstes Album gemacht haben, habe ich mich wieder intensiver mit elektronischer Musik beschäftigt, da wir für uns einfach aus dem Hip-Hop ausbrechen wollten und auch keine Lust mehr hatten, nur Hip-Hop in Clubs zu spielen. Zu dieser Zeit kamen auch richtige Kracher raus, wie Daft Punk und Fatboy Slim, was uns auch ganz doll beeinflusst hat. In dieser Zeit habe ich auch angefangen mir viel alte und auch neue elektronische Musik zu kaufen. Angefangen von Kraftwerk bis Deep House oder Detroit House. Es waren also schon immer verschiedene musikalische Einflüsse, die mich inspiriert haben.
SZENE: Heute finden Hip-Hop und elektronische Musik sehr häufig zusammen, was ich sehr schön finde. Was man zum Beispiel bei Deichkind sieht.
THOMILLA: Das ist auch generell bei Hip-Hop, dass sich das mit vielen musikalischen Stilrichtungen vermischt hat. Die Grenzen öffnen sich immer mehr. Es ist immer mehr möglich. Auch aufgrund der Technik natürlich, dadurch, was du heute zum Beispiel nur mit einem Laptop anstellen kannst. Ich finde das total beeindruckend, dass sich die Stile vor allem im Bereich Elektronik und Hip-Hop oder Elektronik und Rock, aber auch Klassik, gut kombinieren lassen.
SZENE: Gleichzeitig kritisiert ihr auch diese Laptop-Kultur in den Clubs.
THOMILLA: Das ist wieder ein anderes Thema. Da geht es quasi um das Auflegen. Wir kritisieren natürlich Leute, die sich DJ schimpfen und tatsächlich nur einen Laptop oder ein iPad in den Club mitnehmen, ein Knöpfchen drücken, einen Autopiloten und der feuert dann eine Top Ten ab, die sich derjenige auf irgendeinem DJ-Portal gekauft hat. Da entsteht kein eigener Stil. Die technischen Skills sind dann auch fürn Arsch. In dem Song ›D.W.I.E.S.‹, den du gerade ansprichst, ›Die Welt Ist Eine Scheibe‹, kritisieren wir zwar einerseits. Andererseits legen wir auch mit einem Laptop auf. Wir selbst machen das aber so, dass wir den Laptop mit Vinyl-Platten ansteuern. Mit sogenannten Timecode-Vinylplatten, was vom reinen Gefühl des Auflegens dasselbe ist, wie Vinyl-Schallplatten zu spielen. Du wechselst nur nicht mehr die Schallplatten und nimmst nicht mehr so viel mit. Sondern immer die zwei gleichen, die den Rechner ansteuern und sagen, wo ist der Startpunkt, wo ist der Endpunkt, wo befinde ich mich gerade im Song. Aber du hast genau die gleichen Möglichkeiten. Du kannst Songs scratchen, mixen, schneller machen, anhalten, rückwärts drehen. Und wenn du das für dich herausfindest und umsetzt, haben wir gar nichts dagegen. Im Gegenteil, wir machen das ja selbst so. Nur, wenn du einen Autopiloten abfeuerst, ohne einen eigenen Stil zu kreieren, dann kannst du auch gleich eine Mix-CD einlegen. Die Kritik ist also auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen.
SZENE: Was ich gern mag, ist, dass bei eurer Musik mehr Philosophie sichtbar wird, als bei vielen anderen Elektronik-Künstlern. Wie würdest du diese Philosophie für dich beschreiben?
THOMILLA: Das liegt wohl daran, dass wir schon viel Musik gemacht haben und aus dem Umfeld urbaner Musik kommen. Wir haben ja viel Hip-Hop-Musik gemacht und produziert. Wir mögen aber auch alte Soul-Musik. Wir lassen uns beeinflussen von Italo-Disco, aber auch von Indie-Rock-Scheiben. Und wir lassen uns auch von den Essenzen inspirieren, packen die in unsere Musik und versuchen, die auf unserem Weg zu transportieren und einen eigenen Style zu kreieren.
Michi und ich sind beide sehr musikalisch, was häufig ein Problem darstellt, weil wir die Musik vollpacken mit vielen Spuren und Instrumenten und Stimmen und Samples und dann vor dem Abmischen vor dem Problem sitzen, dass da viel zu viel drin ist und wir den Song nochmal ausmisten müssen und nur die Elemente benutzen, die wir auch wirklich wollen. Das ist immer die größte Herausforderung, die größte Arbeit daran, weil wir nie auf irgend etwas verzichten können. Das ist wie im Süßigkeitenladen, wenn du nur fünf Euro in der Tasche hast, willst aber alles haben.
SZENE: Diese Arbeitsweise, die Zitate, die Kombinatorik, hört sich danach an, als wäre elektronische Musik für dich etwas postmodernes.
THOMILLA: Das ist ja auch eigentlich so. Die Elektronik ist die Verpackung, wie du das rüber bringst. Es ist elektronisch, weil wir digital arbeiten, dann aber analog echte, menschliche Stimmen, echte Instrumente aufnehmen, die aber wieder digitalisieren oder verelektronisieren. Und dadurch, dass wir Clubmusik machen, ist es auch quasi elektronisch umgesetzt.
SZENE: Die elektronische Musik kann also für dich nicht allein stehen.
THOMILLA: Die kann für mich auf keinen Fall alleine stehen. Die ist für mich genauso wichtig wie Soul, R&B, Disco, auch einige Indie-Rock-Sachen. Ich kann dir nicht sagen, in welchem Maß, aber es ist alles wichtig.
SZENE: Gibt es etwas ganz Bestimmtes, was euch antreibt, das zu machen?
THOMILLA: Das Eine führt zum Anderen. Wenn du im Club auflegst, jedes Wochenende von Stadt zu Stadt reist, Platten auflegst und das Gefühl einer guten Party mitnimmst, inspiriert das wahnsinnig und treibt dich an, unter der Woche im Studio Songs oder Edits zu machen, die du dann vielleicht das Wochenende darauf im Club spielen kannst. Das hat dann zu Folge, dass du da wieder etwas mitnimmst und das wieder probierst im Studio umzusetzen. Und wenn etwas nicht funktioniert, wirst du das auch nicht mit in das Studio nehmen. Und auch das Musikmachen als Hobby treibt einen an. Ich kann mich selbst mit Musik am besten ausdrücken. So drücke ich meine Gefühle aus. Das treibt mich an.
SZENE: Der Club ist für euch also auch Werkstatt.
THOMILLA: Auf jeden Fall. Das geht quasi in die Fabrik am Wochenende. Das ist natürlich nicht nur Spaß, das ist auch Arbeit. Leider ist auch nicht jede Party der Hammer. Wenn das so wäre, wäre das fantastisch. Aber zu 90% ist die Party gut und macht Spaß.
SZENE: Wo legt ihr für gewöhnlich auf?
THOMILLA: Vor allem im deutschsprachigen Raum. Und ein schönes Problem, das wir haben, ist, dass wir gar nicht alle Anfragen bedienen können. Dadurch können wir uns immer schon aussuchen, wo wir spielen. Und wir wollen uns auch nicht überspielen. Das war schon immer unsere Philosophie. In großen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, spielen wir für gewöhnlich auch nur zweimal im Jahr. Und dann haben wir auch schon unser Tourpensum erfüllt, weil es auch noch viele kleine Städte gibt, die wir bedienen möchten, können und wollen. Wir wollen uns auch selbst ein wenig exklusiv halten.
SZENE: Kann man euch demnächst auch in Rostock sehen?
THOMILLA: Es gibt eine erste Tourrutsche, die wir machen nach dem Albumrelease, da ist Rostock nicht dabei. Wir machen dann aber über den Sommer ein paar Festivals. Vielleicht ist etwas in der Nähe von Rostock. Und dann kommt im Herbst Teil zwei der Tour. Ich hoffe mal, dass Rostock dabei ist. Wir waren ja schon einige Male da und ich habe auch gute Erinnerungen an die Parties.
SZENE: Wie beurteilst du die elektronische Musikszene heute?
THOMILLA: Es kommen immer mal wieder Retroanfälle, wo alle möglichen DJs wieder auf einen Nenner kommen. 2003, 2004 waren Hardcore-Techno-DJs wie auch Deep-House-DJs auf so einem Synthie-Electro-House-Sound. Dann gab es ein paar Jahre später diese loophousigen Geschichten. Jetzt hab ich den Eindruck, dass Disco wieder etwas im Kommen ist. Das bricht das Tempo auch wieder ein bisschen auf, man muss sich nicht mehr auf diesen 125 bis 130 Beats per Minute bewegen, also dieses Floor Up-Tempo-Vollgas, was auch uns ganz recht ist. Auf unserer Platte spielen wir ja auch bewusst mit den Tempi, die teilweise ein bisschen langsamer sind, auf 110, 120 bpm. Und wir haben den Eindruck, dass so etwas glücklicherweise auch im Club wieder funktioniert und man nicht gleich, wenn man auf eine Party kommt, losbrettern muss. Dadurch hast du einen viel größeren Spannungsbogen. Wir finden es auch wichtig, dass du das Album nicht nur im Club hören kannst, sondern dass du das auch Zuhause oder im Auto oder in einer Bar anhören kannst. Für die Clubs kann man ja auch Remixe anfertigen, was wir auch für die Tour gemacht haben. Wir machen dann reduzierte Club-Edits, die ein bisschen länger sind, die anders arrangiert sind, vermashen die teilweise auch mit bekannten oder unbekannten Titeln, um den Leuten das Ganze etwas näher zu bringen, sonst wär das auch etwas Überforderung mit neuen Titel die keiner kennt, mit deutschen Vocals. Dazu haben wir auch noch ein visuelles Konzept entwickelt. Ich glaube das könnte ganz gut funktionieren.
SZENE: Was meinst du, was können junge Musiker besser machen?
THOMILLA: Ich glaube, sie können besser die sozialen Netzwerke im Internet nutzen. Ich merke bei uns, dass wir etwas facebookfaul sind. Das können junge Musiker total gut, twittern, facebooken, posten, ich tue mich damit noch ein bisschen schwer. Vielleicht sind wir da auch ein bisschen oldschool, weil wir aus diese Mitte der 90-er-Jahre-Zeit kommen, als MTV und VIVA noch total wichtig waren. Da gab es noch keine digitalen Formate, kein iTunes. Und es gab auch noch nicht die Technik im Club. Da hat man teilweise wirklich nur mit zwei Plattenspielern aufgelegt. Zum Teil auch CDs. Und man darf nicht stehen bleiben oder sich dagegen wehren. Man muss nur herausfinden, was man für sich nutzen kann.
SZENE: Das betrifft die wichtige Frage der Vermarktung. Was können die aber machen, um qualitativ besser zu werden?
THOMILLA: Qualität steckt einfach in einem eigenen Stil. Und wenn du frisch angefangen hast, glaub ich nicht, dass du schon herausgefunden hast, was dein eigener Stil ist. Das kann sich erst ergeben durch Erfahrung und durch Ausprobieren und Experimentieren und auch durch Eigenheiten. Das ist ja auch das, was wir in D.W.I.E.S. fordern oder kritisieren. Man darf nicht versuchen, jemand anders zu sein. Es gibt bestimmt viele junge DJs, die sehen, das etwas bei anderen Musikern funktioniert und die wollen das dann genauso machen. Und das geht unserer Meinung nach schief. Man muss probieren, einen eigenen Style für sich zu kreieren und zu finden. Und auch, wenn es mal nicht funktioniert, nicht aufgeben, sondern dran bleiben und auch hart bleiben. Und dann wird das schon funktionieren. Und wenn es doch nicht funktioniert, bleibt man sich zumindest selbst treu.
SZENE: Ihr nennt euren eigenen Stil ›Electronic Wildstyle‹.
THOMILLA: Ja irgend etwas muss man ja finden, wenn man ständig gefragt wird: Was macht ihr denn für Musik. Und das ist echt total schwierig, seine eigene Musik zu beschreiben. Vor allem wenn man sich eben aus verschiedenen Musikgenre bedient oder inspirieren lässt. Aber ›Electronic Wildstyle‹ trifft es vielleicht auch ganz gut. Denn die Musik ist elektronisch produziert und ist eine Mischung aus verschiedenen Stilen. Und jetzt, bei den neuen Album, passt das umso mehr. Das wünschen wir uns auch, dass das neue Album unseren eigenen Auflegestil wieder wildstyliger werden lässt. Wir haben jetzt gerade unseren Tourstart gehabt und haben wieder mal wild gemixt im Club und haben den Eindruck, das funktioniert ganz gut, zumal wir dafür ja auch viele Jahre standen. Die letzten Jahre sind wir vermehrt vom Tempo nach oben gegangen und haben auch vermehrt auf Electro und Techno-Festivals gespielt und auch entsprechenden Parties und Locations, was auch cool ist uns Spaß macht, aber wir wollen daraus wieder etwas ausbrechen. Das ist unser Plan.
SZENE: Beim Hören eurer Platte musste ich an Jazz denken. Auch, wenn das nicht konkret danach klingt. Glaubst du, es gibt strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen elektronischer Musik und Jazz?
THOMILLA: Hier und da auf jeden Fall. Das kommt aber auch darauf an, welche Musikrichtung den jeweiligen Musiker über die Jahre beschäftigt und inspiriert hat. Wir kommen ja beide aus Stuttgart und das war in den frühen 80-ern einfach ne GI-Stadt. Durch die vielen Amerikaner, die es da gab, gab es auch viele Black-Parties. oder urbane Parties, auf denen viel Hip-Hop und Soul und auch Disco gespielt wurde. Und das hat uns natürlich total beeinflusst. Ich glaube, darum haben wir auch lange Hip-Hop gemacht und gehört. Und ich denke, das beschäftigt uns auch nach wie vor sehr. Viele Soul Rare Groove oder auch jazzige Funk Samples haben uns für die neuen Songs inspiriert. Und dann haben wir auch mit entsprechenden Musikern gearbeitet. Mit dem orchestralen Leiter der Fantastischen Vier zum Beispiel, der ein totaler Virtuose am Piano ist und der wirklich alle Stile spielen kann, von Jazz über Latin bis zu Funk. Da kann es natürlich sein, dass ein eine jazzige Harmonie oder ein Piano Lick dabei ist. Aber das ist eher unbewusst passiert oder spontan.
SZENE: Das ist nicht nur klanglich gemeint. Auch strukturell. Wie die Musik funktioniert. Dass sie für den Club gemacht ist, dass sie tanzbar sein soll, dass sie zum Teil während des Auftritts entsteht, dass die Länge variabel ist, ob es da Gemeinsamkeiten gibt.
THOMILLA: Was ich dazu sagen kann, ist, dass elektronische Musik oder Clubmusik zum großen Teil aus Breaks besteht. Das ist oftmals der Höhepunkt, der Break, wenn es runterbricht, eine Spannung entsteht und dann setzt der Beat wieder ein. Das ist meistens der Moment, wenn der Laden tobt, wenn die Leute schreien und total abgehen. Wie das beim Jazz war, kann ich nicht sagen.
SZENE: Zum Ende eine inhaltliche Frage: Alles auf die 303. Natürlich erinnert das an den Synthesizer. Klingt aber mehr nach dem Artikel für Sachbeschädigung.
THOMILLA: (lacht) Das ist deine Interpretation, würde ich sagen. Aber das ist in erster Linie ein Wortspiel, da die Zimmernummer 303 ist und wir eine TB-303 nach dem Break verwenden. Diese Bassmaschine von Roland. Wir fanden einfach, das ist eine gute Interpretation von der Brutalität, die dann bei so einer Situation entstehen kann.
SZENE: Auch das Video dazu ist sehr schön.
THOMILLA: Das hat der gleiche gemacht, der auch unsere anderen Videos gemacht hat. Der hat es sowieso mit Tieren. Bei No Melody hatten wir es mit Pinguinen und einem Maulwurf. Bei No Funk waren auch schon Straußen dabei und Frösche. Und jetzt ist der Maulwurf zum Panda konvertiert. Er ist erwachsen geworden und hat auch Lust, mal ein bisschen Party zu machen.
Martin Graupner spricht mit Thomilla von den Turntablerockern über die Turntablerocker, über Elektronik und über die Elektroniker.
SZENE: In den 90-er Jahren lag elektronische Musik für mich irgendwo zwischen Terrordrome, MoDo und 2Unlimited. Ich kam etwas verspätet dazu, mir diese Musik anzueignen. Wie war das bei dir?
THOMILLA: Da würde ich noch weiter zurück greifen. Die älteste Platte, die ich mir gekauft hab, mit neun Jahren, das war Herbie Hancock ›Rock It‹. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht was elektronische oder nicht-elektronische Musik ist. Da hab ich einfach als kleines Kind Musik konsumiert. Lustigerweise ist es eine elektronische Platte gewesen. Die ich immer noch habe und immer noch im Club auflegen kann, was total der Hammer ist. Und eine Platte, die ich mir ein paar Jahre später gekauft habe, war Africa Bambaataa & Soulsonic Force ›Planet Rock‹. Die hat mich auch total umgehauen. Das war zu der Breakdance -Zeit. Allerdings wusste ich zu der Zeit auch noch nicht, dass das von Kraftwerk gesampelt wurde. Das hab ich erst Jahre später begriffen. Und Kraftwerk war für mich natürlich auch ein Lead zur elektronischen Musik. Klar hab ich in den 90-ern auch klassische elektronische Musik konsumiert, die in den Charts war, wie du schon gesagt hast. 2Unlimited, Snap oder Ähnliches. Auch wenn das vor allem Bandmusik ist. Auch bin ich durch meine Erfahrungen in den 90-ern in den Fängen des Hip-Hop gelandet. Das hat mich viele Jahre begleitet und beschäftigt. Erst Ende der 90-er, Anfang 2000, als wir auch mit Turntablerocker unser erstes Album gemacht haben, habe ich mich wieder intensiver mit elektronischer Musik beschäftigt, da wir für uns einfach aus dem Hip-Hop ausbrechen wollten und auch keine Lust mehr hatten, nur Hip-Hop in Clubs zu spielen. Zu dieser Zeit kamen auch richtige Kracher raus, wie Daft Punk und Fatboy Slim, was uns auch ganz doll beeinflusst hat. In dieser Zeit habe ich auch angefangen mir viel alte und auch neue elektronische Musik zu kaufen. Angefangen von Kraftwerk bis Deep House oder Detroit House. Es waren also schon immer verschiedene musikalische Einflüsse, die mich inspiriert haben.
SZENE: Heute finden Hip-Hop und elektronische Musik sehr häufig zusammen, was ich sehr schön finde. Was man zum Beispiel bei Deichkind sieht.
THOMILLA: Das ist auch generell bei Hip-Hop, dass sich das mit vielen musikalischen Stilrichtungen vermischt hat. Die Grenzen öffnen sich immer mehr. Es ist immer mehr möglich. Auch aufgrund der Technik natürlich, dadurch, was du heute zum Beispiel nur mit einem Laptop anstellen kannst. Ich finde das total beeindruckend, dass sich die Stile vor allem im Bereich Elektronik und Hip-Hop oder Elektronik und Rock, aber auch Klassik, gut kombinieren lassen.
SZENE: Gleichzeitig kritisiert ihr auch diese Laptop-Kultur in den Clubs.
THOMILLA: Das ist wieder ein anderes Thema. Da geht es quasi um das Auflegen. Wir kritisieren natürlich Leute, die sich DJ schimpfen und tatsächlich nur einen Laptop oder ein iPad in den Club mitnehmen, ein Knöpfchen drücken, einen Autopiloten und der feuert dann eine Top Ten ab, die sich derjenige auf irgendeinem DJ-Portal gekauft hat. Da entsteht kein eigener Stil. Die technischen Skills sind dann auch fürn Arsch. In dem Song ›D.W.I.E.S.‹, den du gerade ansprichst, ›Die Welt Ist Eine Scheibe‹, kritisieren wir zwar einerseits. Andererseits legen wir auch mit einem Laptop auf. Wir selbst machen das aber so, dass wir den Laptop mit Vinyl-Platten ansteuern. Mit sogenannten Timecode-Vinylplatten, was vom reinen Gefühl des Auflegens dasselbe ist, wie Vinyl-Schallplatten zu spielen. Du wechselst nur nicht mehr die Schallplatten und nimmst nicht mehr so viel mit. Sondern immer die zwei gleichen, die den Rechner ansteuern und sagen, wo ist der Startpunkt, wo ist der Endpunkt, wo befinde ich mich gerade im Song. Aber du hast genau die gleichen Möglichkeiten. Du kannst Songs scratchen, mixen, schneller machen, anhalten, rückwärts drehen. Und wenn du das für dich herausfindest und umsetzt, haben wir gar nichts dagegen. Im Gegenteil, wir machen das ja selbst so. Nur, wenn du einen Autopiloten abfeuerst, ohne einen eigenen Stil zu kreieren, dann kannst du auch gleich eine Mix-CD einlegen. Die Kritik ist also auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen.
SZENE: Was ich gern mag, ist, dass bei eurer Musik mehr Philosophie sichtbar wird, als bei vielen anderen Elektronik-Künstlern. Wie würdest du diese Philosophie für dich beschreiben?
THOMILLA: Das liegt wohl daran, dass wir schon viel Musik gemacht haben und aus dem Umfeld urbaner Musik kommen. Wir haben ja viel Hip-Hop-Musik gemacht und produziert. Wir mögen aber auch alte Soul-Musik. Wir lassen uns beeinflussen von Italo-Disco, aber auch von Indie-Rock-Scheiben. Und wir lassen uns auch von den Essenzen inspirieren, packen die in unsere Musik und versuchen, die auf unserem Weg zu transportieren und einen eigenen Style zu kreieren.
Michi und ich sind beide sehr musikalisch, was häufig ein Problem darstellt, weil wir die Musik vollpacken mit vielen Spuren und Instrumenten und Stimmen und Samples und dann vor dem Abmischen vor dem Problem sitzen, dass da viel zu viel drin ist und wir den Song nochmal ausmisten müssen und nur die Elemente benutzen, die wir auch wirklich wollen. Das ist immer die größte Herausforderung, die größte Arbeit daran, weil wir nie auf irgend etwas verzichten können. Das ist wie im Süßigkeitenladen, wenn du nur fünf Euro in der Tasche hast, willst aber alles haben.
SZENE: Diese Arbeitsweise, die Zitate, die Kombinatorik, hört sich danach an, als wäre elektronische Musik für dich etwas postmodernes.
THOMILLA: Das ist ja auch eigentlich so. Die Elektronik ist die Verpackung, wie du das rüber bringst. Es ist elektronisch, weil wir digital arbeiten, dann aber analog echte, menschliche Stimmen, echte Instrumente aufnehmen, die aber wieder digitalisieren oder verelektronisieren. Und dadurch, dass wir Clubmusik machen, ist es auch quasi elektronisch umgesetzt.
SZENE: Die elektronische Musik kann also für dich nicht allein stehen.
THOMILLA: Die kann für mich auf keinen Fall alleine stehen. Die ist für mich genauso wichtig wie Soul, R&B, Disco, auch einige Indie-Rock-Sachen. Ich kann dir nicht sagen, in welchem Maß, aber es ist alles wichtig.
SZENE: Gibt es etwas ganz Bestimmtes, was euch antreibt, das zu machen?
THOMILLA: Das Eine führt zum Anderen. Wenn du im Club auflegst, jedes Wochenende von Stadt zu Stadt reist, Platten auflegst und das Gefühl einer guten Party mitnimmst, inspiriert das wahnsinnig und treibt dich an, unter der Woche im Studio Songs oder Edits zu machen, die du dann vielleicht das Wochenende darauf im Club spielen kannst. Das hat dann zu Folge, dass du da wieder etwas mitnimmst und das wieder probierst im Studio umzusetzen. Und wenn etwas nicht funktioniert, wirst du das auch nicht mit in das Studio nehmen. Und auch das Musikmachen als Hobby treibt einen an. Ich kann mich selbst mit Musik am besten ausdrücken. So drücke ich meine Gefühle aus. Das treibt mich an.
SZENE: Der Club ist für euch also auch Werkstatt.
THOMILLA: Auf jeden Fall. Das geht quasi in die Fabrik am Wochenende. Das ist natürlich nicht nur Spaß, das ist auch Arbeit. Leider ist auch nicht jede Party der Hammer. Wenn das so wäre, wäre das fantastisch. Aber zu 90% ist die Party gut und macht Spaß.
SZENE: Wo legt ihr für gewöhnlich auf?
THOMILLA: Vor allem im deutschsprachigen Raum. Und ein schönes Problem, das wir haben, ist, dass wir gar nicht alle Anfragen bedienen können. Dadurch können wir uns immer schon aussuchen, wo wir spielen. Und wir wollen uns auch nicht überspielen. Das war schon immer unsere Philosophie. In großen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, spielen wir für gewöhnlich auch nur zweimal im Jahr. Und dann haben wir auch schon unser Tourpensum erfüllt, weil es auch noch viele kleine Städte gibt, die wir bedienen möchten, können und wollen. Wir wollen uns auch selbst ein wenig exklusiv halten.
SZENE: Kann man euch demnächst auch in Rostock sehen?
THOMILLA: Es gibt eine erste Tourrutsche, die wir machen nach dem Albumrelease, da ist Rostock nicht dabei. Wir machen dann aber über den Sommer ein paar Festivals. Vielleicht ist etwas in der Nähe von Rostock. Und dann kommt im Herbst Teil zwei der Tour. Ich hoffe mal, dass Rostock dabei ist. Wir waren ja schon einige Male da und ich habe auch gute Erinnerungen an die Parties.
SZENE: Wie beurteilst du die elektronische Musikszene heute?
THOMILLA: Es kommen immer mal wieder Retroanfälle, wo alle möglichen DJs wieder auf einen Nenner kommen. 2003, 2004 waren Hardcore-Techno-DJs wie auch Deep-House-DJs auf so einem Synthie-Electro-House-Sound. Dann gab es ein paar Jahre später diese loophousigen Geschichten. Jetzt hab ich den Eindruck, dass Disco wieder etwas im Kommen ist. Das bricht das Tempo auch wieder ein bisschen auf, man muss sich nicht mehr auf diesen 125 bis 130 Beats per Minute bewegen, also dieses Floor Up-Tempo-Vollgas, was auch uns ganz recht ist. Auf unserer Platte spielen wir ja auch bewusst mit den Tempi, die teilweise ein bisschen langsamer sind, auf 110, 120 bpm. Und wir haben den Eindruck, dass so etwas glücklicherweise auch im Club wieder funktioniert und man nicht gleich, wenn man auf eine Party kommt, losbrettern muss. Dadurch hast du einen viel größeren Spannungsbogen. Wir finden es auch wichtig, dass du das Album nicht nur im Club hören kannst, sondern dass du das auch Zuhause oder im Auto oder in einer Bar anhören kannst. Für die Clubs kann man ja auch Remixe anfertigen, was wir auch für die Tour gemacht haben. Wir machen dann reduzierte Club-Edits, die ein bisschen länger sind, die anders arrangiert sind, vermashen die teilweise auch mit bekannten oder unbekannten Titeln, um den Leuten das Ganze etwas näher zu bringen, sonst wär das auch etwas Überforderung mit neuen Titel die keiner kennt, mit deutschen Vocals. Dazu haben wir auch noch ein visuelles Konzept entwickelt. Ich glaube das könnte ganz gut funktionieren.
SZENE: Was meinst du, was können junge Musiker besser machen?
THOMILLA: Ich glaube, sie können besser die sozialen Netzwerke im Internet nutzen. Ich merke bei uns, dass wir etwas facebookfaul sind. Das können junge Musiker total gut, twittern, facebooken, posten, ich tue mich damit noch ein bisschen schwer. Vielleicht sind wir da auch ein bisschen oldschool, weil wir aus diese Mitte der 90-er-Jahre-Zeit kommen, als MTV und VIVA noch total wichtig waren. Da gab es noch keine digitalen Formate, kein iTunes. Und es gab auch noch nicht die Technik im Club. Da hat man teilweise wirklich nur mit zwei Plattenspielern aufgelegt. Zum Teil auch CDs. Und man darf nicht stehen bleiben oder sich dagegen wehren. Man muss nur herausfinden, was man für sich nutzen kann.
SZENE: Das betrifft die wichtige Frage der Vermarktung. Was können die aber machen, um qualitativ besser zu werden?
THOMILLA: Qualität steckt einfach in einem eigenen Stil. Und wenn du frisch angefangen hast, glaub ich nicht, dass du schon herausgefunden hast, was dein eigener Stil ist. Das kann sich erst ergeben durch Erfahrung und durch Ausprobieren und Experimentieren und auch durch Eigenheiten. Das ist ja auch das, was wir in D.W.I.E.S. fordern oder kritisieren. Man darf nicht versuchen, jemand anders zu sein. Es gibt bestimmt viele junge DJs, die sehen, das etwas bei anderen Musikern funktioniert und die wollen das dann genauso machen. Und das geht unserer Meinung nach schief. Man muss probieren, einen eigenen Style für sich zu kreieren und zu finden. Und auch, wenn es mal nicht funktioniert, nicht aufgeben, sondern dran bleiben und auch hart bleiben. Und dann wird das schon funktionieren. Und wenn es doch nicht funktioniert, bleibt man sich zumindest selbst treu.
SZENE: Ihr nennt euren eigenen Stil ›Electronic Wildstyle‹.
THOMILLA: Ja irgend etwas muss man ja finden, wenn man ständig gefragt wird: Was macht ihr denn für Musik. Und das ist echt total schwierig, seine eigene Musik zu beschreiben. Vor allem wenn man sich eben aus verschiedenen Musikgenre bedient oder inspirieren lässt. Aber ›Electronic Wildstyle‹ trifft es vielleicht auch ganz gut. Denn die Musik ist elektronisch produziert und ist eine Mischung aus verschiedenen Stilen. Und jetzt, bei den neuen Album, passt das umso mehr. Das wünschen wir uns auch, dass das neue Album unseren eigenen Auflegestil wieder wildstyliger werden lässt. Wir haben jetzt gerade unseren Tourstart gehabt und haben wieder mal wild gemixt im Club und haben den Eindruck, das funktioniert ganz gut, zumal wir dafür ja auch viele Jahre standen. Die letzten Jahre sind wir vermehrt vom Tempo nach oben gegangen und haben auch vermehrt auf Electro und Techno-Festivals gespielt und auch entsprechenden Parties und Locations, was auch cool ist uns Spaß macht, aber wir wollen daraus wieder etwas ausbrechen. Das ist unser Plan.
SZENE: Beim Hören eurer Platte musste ich an Jazz denken. Auch, wenn das nicht konkret danach klingt. Glaubst du, es gibt strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen elektronischer Musik und Jazz?
THOMILLA: Hier und da auf jeden Fall. Das kommt aber auch darauf an, welche Musikrichtung den jeweiligen Musiker über die Jahre beschäftigt und inspiriert hat. Wir kommen ja beide aus Stuttgart und das war in den frühen 80-ern einfach ne GI-Stadt. Durch die vielen Amerikaner, die es da gab, gab es auch viele Black-Parties. oder urbane Parties, auf denen viel Hip-Hop und Soul und auch Disco gespielt wurde. Und das hat uns natürlich total beeinflusst. Ich glaube, darum haben wir auch lange Hip-Hop gemacht und gehört. Und ich denke, das beschäftigt uns auch nach wie vor sehr. Viele Soul Rare Groove oder auch jazzige Funk Samples haben uns für die neuen Songs inspiriert. Und dann haben wir auch mit entsprechenden Musikern gearbeitet. Mit dem orchestralen Leiter der Fantastischen Vier zum Beispiel, der ein totaler Virtuose am Piano ist und der wirklich alle Stile spielen kann, von Jazz über Latin bis zu Funk. Da kann es natürlich sein, dass ein eine jazzige Harmonie oder ein Piano Lick dabei ist. Aber das ist eher unbewusst passiert oder spontan.
SZENE: Das ist nicht nur klanglich gemeint. Auch strukturell. Wie die Musik funktioniert. Dass sie für den Club gemacht ist, dass sie tanzbar sein soll, dass sie zum Teil während des Auftritts entsteht, dass die Länge variabel ist, ob es da Gemeinsamkeiten gibt.
THOMILLA: Was ich dazu sagen kann, ist, dass elektronische Musik oder Clubmusik zum großen Teil aus Breaks besteht. Das ist oftmals der Höhepunkt, der Break, wenn es runterbricht, eine Spannung entsteht und dann setzt der Beat wieder ein. Das ist meistens der Moment, wenn der Laden tobt, wenn die Leute schreien und total abgehen. Wie das beim Jazz war, kann ich nicht sagen.
SZENE: Zum Ende eine inhaltliche Frage: Alles auf die 303. Natürlich erinnert das an den Synthesizer. Klingt aber mehr nach dem Artikel für Sachbeschädigung.
THOMILLA: (lacht) Das ist deine Interpretation, würde ich sagen. Aber das ist in erster Linie ein Wortspiel, da die Zimmernummer 303 ist und wir eine TB-303 nach dem Break verwenden. Diese Bassmaschine von Roland. Wir fanden einfach, das ist eine gute Interpretation von der Brutalität, die dann bei so einer Situation entstehen kann.
SZENE: Auch das Video dazu ist sehr schön.
THOMILLA: Das hat der gleiche gemacht, der auch unsere anderen Videos gemacht hat. Der hat es sowieso mit Tieren. Bei No Melody hatten wir es mit Pinguinen und einem Maulwurf. Bei No Funk waren auch schon Straußen dabei und Frösche. Und jetzt ist der Maulwurf zum Panda konvertiert. Er ist erwachsen geworden und hat auch Lust, mal ein bisschen Party zu machen.
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RINGEN. Der Ringernachwuchs aus Südbaden ist bundesweit das Maß aller Dinge. Zumindest bei der B-Jugend. Bei der deutschen Meisterschaft war der Südbadische Ringerverband in beiden Stilarten der jeweils erfolgreichste der zwölf teilnehmenden Verbände. So gewannen die Talente aus der Südwestecke in den 20 Disziplinen insgesamt 16 Medaillen – sieben goldene, fünf silberne und vier bronzene. Mit viermal Edelmetall, dreimal Gold und einmal Silber, tat sich auch die Jugend aus dem Bezirk Oberrhein besonders hervor.
Während im Freistil in Bingen (Rheinland-Pfalz) Johannes Voegele in der Gewichtsklasse bis 34 Kilo und Jörn Schubert (bis 42 kg) vom TuS Adelhausen erstmals der große Triumph gelang, wurden im griechisch-römischen Stil in Bingen (Rheinland Pfalz) Andreas Heidt vom RV Rümmingen 03 deutscher Meister in der Klasse bis 34 Kilo und sein Vereinskollege Daniel Betz Vizemeister in der Klasse bis 50 Kilo. Weitere DM-Titel sicherten sich im Freistil die Südbadener Kevin Gomer (KSV Haslach i. K./46 kg) und Marvin Aliov (ASV Urloffen/76 kg) sowie im Greco-Stil Patrick Allgeier (RG Lahr/38 kg) und Timo Stiffel (KSV Haslach i. K./42 kg). Luca Megerle (Hofstetten) wurde wie Tarec Knosp (ASV Urloffen) und Tim Furtwängler (SV Triberg) Freistil-Vizemeister. Bronze holten Luca Lauble (KSV Hofstetten), Van Covelle Meier (ASV Renchen) und Dennis Glok (KSV Taisersdorf). Von 15 südbadischen Freistilringern schieden nur zwei vorzeitig aus. Die großartige Erfolgsbilanz drückt sich auch in der Länderwertung aus, die Südbaden mit 114 Punkten und großem Vorsprung vor Württemberg (62) und Hessen (51) gewann. Im Greco-Stil gab es auch Silber für Marius Krämer (Taisersdorf) und Bronze für Maximilian Remensperger (RKG Freiburg). Jeweils Sechste wurden Dennis Petenko (RV Rümmingen) bis 42 Kilo und Maximilian Mond (RG Hausen-Zell) bis 76 Kilo. Für Alexander Kizimov (RV Rümmingen/bis 46 Kilo) kam nach zwei Niederlagen das Aus. In der Länderwertung siegte Südbaden mit 84 Punkten vor Bayern (76) und Württemberg (72).

Eine überragende Bilanz wiesen die beiden Adelhauser Titelträger, betreut von Trainer Thomas Weber, auf. So gewann Johannes Voegele alle fünf Kämpfe in großartiger Manier mit 20:0 Punkten und 43:0 Technikpunkten. Nach Schultersiegen gegen Robin Erthel (KSV Seeheim) und Ludwig Gundel (TSV St. Wolfgang) bezwang er den Südbadener Matteo Joos (SV Eschbach) mit 2:0-Runden (3:0 und 3:0 Punkte) und im Halbfinale Mirco Rodemich (ASV Schwäbisch Hall) technisch-überlegen nach Punkten. Auch im Endkampf gab Voegele keine Wertung ab und schlug Friedrich Schröder (SV Luftfahrt Berlin mit 2:0 (2:0, 1:0).

Ähnlich herausragend war die Erfolgsbilanz von Jörn Schubert in sechs Duellen mit 24:3 Punkten (59:7). Nach Schultersiegen gegen Dominik Wölfle (KSV Hofstetten) und Leon Gerstenberger (AB Wurmlingen) sowie drei Punktsiegen gegen Tobias Peter (Schaafheim/technisch-überlegen), Aaron Köhler (VfK Schifferstadt) mit 2:0 (3:0, 5:1) und Nico Sausenthaler (TSG Augsburg/technisch-überlegen) setzte er sich auch im Finale durch. Indes benötigte Schubert gegen Adrian Heim (KSV Winzeln) drei Runden für seinen 2:1 (6:0, 3:3, 6:0)-Erfolg.

Großes Lob spendete Eduard Frick, Vereinsgründer des RV Rümmingen 03, den vier DM-Startern und Greco-Trainer Igor Pevtzov, dessen glänzende Arbeit sich auszahlt: "Jetzt bin ich überzeugt, dass es bei uns weitergeht." So war Andreas Heidt auf dem Weg zum DM-Titel zunächst ungefährdet. Der Youngster gab keine Wertung ab und bezwang Marcel Scheid (KSV Sulzbach) sowie Marc Nickel (RSV Frankfurt/Oder) jeweils klar nach Punkten und schulterte Stefan Maierhöfer (Röhlingen) sowie Tobias Knittel (Vogtland). Im Finale besiegte Heidt nach spannendem Verlauf Jonas Krämer (KSV Köllerbach) mit 2:1 (2:0, 0:2, 3:2).

Im Schnelldurchgang erledigte Daniel Betz seine Aufgaben bis zum Finale: Tim Barta (RV Lugau), Tom Ketterer (SV Eschbach) und Artur Schmidt (Greiswalder RV) legte er auf die Schultern, ehe er Jan Allgaier (KSV Hofstetten) mit 2:1 (0:2, 4:1, 4:1) auspunktete. Doch im Endkampf wurde Betz vom Sachsen Cedric Riedel (ASV Plauen) selbst geschultert.
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