2011年10月20日星期四

Grausiges Geschehen lebt auf

Post by (brautkleider günstig) Oct 2011

Die Villa Wetzstein ist Veranstaltungsort für ein schauriges Theaterstück. Gerd Zahner hat die Singener Teufelsaustreibung von 1988 aufgearbeitet
Grausiges Geschehen lebt auf
Die Villa Wetzstein als Kulisse eines grauenvollen Geschehens: Das „Theater in der Gems“ führt das Stück „Garni“ von Gerd Zahner als szenische Lesung auf. Links Christine Steiger, rechts Manuela Trapani.
Bild: Christel Rossner
Es ist ein außergewöhnlicher Ort für eine Lesung: Die Szenerie hat etwas Morbides. Schon beim Eintreten in die Räume stellt sich ein bedrückendes Gefühl ein. Zwei Zimmer, möbliert im Stil der 50er Jahre, die Zeit scheint fast gespenstisch in den Vorhängen und weiteren Restbeständen zu haften. Ein idealer Ort für die szenische Lesung als neue Produktion des „Theater in der Gems“. Die Beklemmung steigert sich in Unbehagen, wenn Manuela Trapani, Isabella Eisenhart und Christine Steiger das Wort ergreifen. Die Figuren aus dem Stück „Garni“ von Gerd Zahner nehmen Gestalt an, worüber sie berichten, ist kaum mehr nachvollziehbar. „Es ist die absurdeste Geschichte, die mir je untergekommen ist“, sagt der Autor, die Geschichte könnte man Hollywood verkaufen. Die von dort zu erwartende Umsetzung wäre aber nicht in seinem Sinne. Bei Regisseurin Marie-Luise Hinterberger fand er sein Stück in den besten Händen, sie hatte auch den Anstoß zu seinen Recherchen gegeben.
Ihre Idee war es auch, diese „etwas andere Heimatgeschichte“ in die Veranstaltungsreihe vor dem Literaturfestival „Historica“ der Städtischen Bibliotheken vom 11. bis 13. November einzufügen. Für Leiterin Barbara Grieshaber passt das Stück in den Rahmen: „Autoren aus dem gesamten Bundesgebiet lesen aus historischen Romanen und machen eine Zeitreise durch sämtliche Jahrhunderte.“ Das Stück „Garni“ behandle einen Vorfall aus der jüngsten Vergangenheit.
Mit Gespür für adäquate Schauplätze ihrer Inszenierungen fand Marie-Luise Hinterberger in Anlehnung an das Haus des damaligen Geschehens in der Erzbergerstraße die Villa Wetzstein. Sie ging nach dem Tod von Emma Wetzstein an die Stadt Singen über. In den bespielten Räumen sind nur wenige Versatzstücke nötig, um die Lesung atmosphärisch dicht zu umrahmen.
Die Premiere am Freitag ist ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 23. Oktober, um 17 Uhr und Donnerstag, 27. Oktober, um 19.30 Uhr
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