2011年11月15日星期二

TEST: Assassin’s Creed Revelations (inkl. Video aus der dt. Version)

Post by (brautkleider 2012) Nov 2011

Jede Reise muss einmal ein Ende haben. Selbst die von Ezio und Altair. „Assassin’s Creed Revelations“ schließt dieses Buch der Geschichte und bereitet emotional bereits auf „Assassin’s Creed 3“ vor. „Revelations“ spielt sich gut und vertraut, lässt aber wie so viele Spiele zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft den Mut zu echten Innovationen vermissen.
Anmerkung am Rande: Auf der Blu-Ray von „Assassin’s Creed Revelations“ befindet sich „Assassin’s Creed“. Ein netter Fanservice, den wir Ubisoft durchaus hoch anrechnen.Blumenmädchenkleider
„Assassin’s Creed Revelations“ basiert auf dem technischen Grundgerüst von „Brotherhood“. Das ist eindeutig am Stil und am Look des gesamten Spiels erkennbar. Das ist aber auch gar nicht weiter tragisch, denn Ubisoft kreiert mit Konstantinopel erneut ein herrlich exotisches Szenario, welches ganz hervorragend in die Serie hinein passt. In den Straßen und Basaren tobt förmlich das Leben.
Neue NPCs wie die Assassinenjäger sorgen für kleine Überraschungsmomente. Aufgrund der puren Fülle an Computermenschen wiederholen sich die Figuren leider sehr häufig. Wenn uns vier identische Bettlerinnen um Geld anpumpen, geht die Illusion einer realen Metropole gelegentlich verloren. Trotzdem: Konstantinopel wurde wirklich schön in Szene gesetzt und mit charakteristischen Gebäuden wie hohen Türmen und Moscheen detailgetreu nachempfunden. Die Atmosphäre stimmt einfach!
In „Assassin’s Creed Revelations“ seid ihr allerdings nicht nur in Konstantinopel unterwegs. Regelmäßig reist ihr zu Altair nach Masyaf zurück. Hier greift „Revelations“ noch einmal wichtige Elemente der Vergangenheit auf und thematisiert u.a. den Konflikt um den Edenapfel innerhalb des Assassinenordens. Diese Missionen sind weitaus geradliniger als die von Ezio und besitzen auch keinerlei Open-World-Gameplay.
Trotzdem sind sie ein netter und vor allem interessanter Bruch zu der Hauptgeschichte. Allerdings empfehlen wir für „Assassin’s Creed Revelations“ dringend Vorkenntnisse über die Geschichten der Prequels. Zwar versuchen die Entwickler, Wissenslücken mit Zwischensequenzen oder Kommentaren aufzufangen, echte Aha-Momente gibt es aber nur, wenn ihr die Vorgänger tatsächlich gespielt habt.
Zu guter Letzt übernehmt ihr sogar Desmond Miles, der sich in einer Zwischenwelt im Animus befindet und versucht, einen Ausgang zu finden. Diese Passagen sind ebenfalls äußerst kurz und bieten mit ihrem abstrakt-futuristischen Grafikstil eine schöne Abwechslung. Uns gefällt diese Varianz innerhalb der Spielwelt von „Assassin’s Creed Revelations“ sehr gut, da jeder einzelne Ort seinen Sinn und Zweck besitzt und treffend in den Zusammenhang eingebaut wird.


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Bauen, morden, handeln
Die Handlungsmöglichkeiten in Konstantinopel sind ähnlich umfangreich, wie seiner Zeit in Rom. Die Hauptgeschichte bricht in zwei Hauptfäden auf: In einem folgt ihr dem ewigen Konflikt zwischen Templern und Assassinen, in dem anderen geht Ezio auf die Suche nach den Schlüsseln zu Altairs Bibliothek. Wie schon bei den Vorgängern sind auch diesmal die Missionen ganz hervorragend in den Handlungszusammenhang eingebunden und werden formschön mit Zwischensequenzen in Spielgrafik eingeleitet.
Dabei ist das Leveldesign sehr abwechslungsreich. Die Ideen reichen von klassischen Auftragsmorden, bis hin zu Eskort- und Verfolgungsmissionen. Echte Höhepunkte sind dabei etwa Aufträge, in denen sich Ezio als Musiker verkleiden oder gar in den Katakomben von Galata ein Schiff zu Fuß verfolgen muss. Der Aufbau der Missionen ist – trotz einiger Längen – klasse und überrascht immer wieder mit netten Einfällen und sogar mit einer Prise Humor.
Abseits der beiden Haupt-Storylines könnt ihr euch natürlich frei in Konstantinopel herumtreiben und dort den einen oder anderen Groschen dazu verdienen. Neben dem Sammeln von Erinnerungsfragmenten oder Schatztruhen oder den üblichen Neben- und Kurierjobs steht der Wiederaufbau Konstantinopels ganz oben auf der Tagesordung. Durch das Einnehmen von Festen – und das vorherige Ermorden der Hauptmänner – erobert ihr Sektoren für die Assassinen. Nun könnt ihr wie in „Brotherhood“ Läden wie etwa Schmieden oder Banken neu eröffnen und nehmt somit Geld ein.
Die Festen auf der anderen Seite dienen nun als Unterschlupf. Hier findet ihr zusätzliche Aufgaben, Stationen für das Bomb-Crafting und managt eure Assassinen-Bruderschaft. Erneut könnt ihr bis zu einem Dutzend Nachwuchs-Killer ausbilden und auf Auslandseinsatz schicken. Die Menüführung ist nahezu identisch mit der des Vorgängers.
Das Aufleveln der Assassinen geht sehr schnell und auf Tastendruck greifen die Burschen ins Gefecht mit ein. Sie kämpfen zudem länger an eurer Seite und sind deutlich aktiver, als noch in „Brotherhood“. Sehr schön: Die Attentäter benötigt ihr auch, um eure Festen langfristig zu bewachen. Ab Stufe 10 könnt ihr die Soldaten zu Meisterassassinen ausbilden und mit ihnen gemeinsam Missionen lösen.
Dies gibt dem Spiel einen netten Team-Touch und die Aufträge passen ebenfalls gut zum Geschehen. Die Templer auf der anderen Seite können Festen nun zurück erobern, was zu den etwas langatmigen Tower-Defense-Spielereien führt. Unser Meinung dazu findet ihr weiter unten, bei den Elementen, die uns an „Revelations“ weniger gut gefallen.
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