2012年3月3日星期六

Die Ditib muss ihren Stil ändern

Post by (abendkleider online) Mar 2012

Die Zentralmoschee in Ehrenfeld soll im Sommer fertig sein. Das ist die gute Nachricht für Köln. Doch die Ditib muss rasch an ihrem Umgang mit der Öffentlichkeit arbeiten. Denn von einem guten Willen des Bauherrn war bislang kaum etwas zu spüren. Anstoß – der Kommentar.

KS Moschee
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Die Kölner Moschee in Ehrenfeld im März 2012. (Bild: dpa)
Es ist eine gute Nachricht, dass die Kölner Zentralmoschee nun tatsächlich zügig zu Ende gebaut und im Juli oder August dieses Jahres eingeweiht werden soll. Der mächtige sakrale Bau, der sich an einer der Kölner Hauptverkehrsachsen erhebt, ist bereits jetzt über seine ursprüngliche Bedeutung als Gotteshaus hinaus zu einem Symbol geworden über den Umgang miteinander. Nun geht es zumindest geordnet weiter. Die Einigung ist vor allem Verdienst des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma. Er hat eine verfahrene Situation, die durch Verbitterung, Sprachlosigkeit und Verärgerung gekennzeichnet war, in eine, wenngleich fragile, so doch zumindest einigermaßen tragfähige Einigung überführt. Wie viele Einzelgespräche neben den großen Verhandlungsrunden dafür notwendig waren, mag man sich nicht vorstellen. Nun ist sogar der Architekt Paul Böhm, dessen Handschrift das voluminöse Außenkleid trägt, wieder an Bord. Die Angelegenheit ist so geordnet, dass Böhm weiter als Berater tätig ist, während die Gerichte über etwaige Baumängel entscheiden. Zu hoffen bleibt, dass das einigermaßen tragfähig ist.
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Der Moschee-Bauherr, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), stößt in Köln auf breiten guten Willen. Dem Ziel, den Moscheebau in Anstand und Würde zu beenden, wird partei-politisches Klein Klein geopfert. Der ehemalige OB arbeitet Hand in Hand mit seinem Nachfolger Roters und dem Ehrenfelder Bezirksbürgermeister (beide SPD) zusammen und was Architekt Böhm an öffentlicher Kränkung durch die Ditib einstecken musste, will ebenfalls verkraftet sein.
Und auch die Kölner Bürger, durch schleppende Giga-Baustellen in der Stadt abgehärtet, schauen abwartend zu. Alles in allem ist dies ein gewaltiger Vertrauensvorschuss. Hoffentlich erkennt man dies auf Seiten der Ditib, die in der jüngeren Vergangenheit entweder durch völliges Schweigen und Abtauchen auffiel oder durch einen eher krawalligen Umgang mit der Öffentlichkeit und deren Vertreter. Dauerhaft ist ein solcher Stil nur schwer vorstellbar. Und wenn der Vertreter der Ditib auf der Pressekonferenz am Freitag am eigenen Verhalten in den vergangenen Monaten keinen Fehler sehen mag, stimmt das nicht zuversichtlich.
Noch hat Köln seinen Moschee Beirat und der den unermüdlichen Fritz Schramma. Aber was wird, wenn die Moschee fertig gestellt ist? Bleibt der Beirat? Oder hat er dann seine Schuldigkeit für das große Ziel getan? Wird die Moschee tatsächlich zu einem Ort der Begegnung? Spiegeln die Geschäfte im Basar dies und die Veranstaltungen in dem Gotteshaus? Es scheint, als sei man etwas ausgeliefert, das bislang wenig bis kaum spürbar war: dem guten Willen der Ditib.


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