Post by (abendkleider günstig) May 2012
Zumba ist auch in der Hansestadt angekommen. Der beweglich
machende Fitness-Tanz lockt die Massen in die Studios. Hinter dem
großen Ansturm steckt die Freude an der Bewegung - und eine gelungene
PR. Von Janina Harder
© Pressebild.de/Bertold Fabricius
Im Aspria Uhlenhorst kreisen die Teilnehmer in
Esteban Carvellos Zumbastunde zu lateinamerikanischen Rhythmen die
Hüften und schwingen die Arme
Hamburg ist infiziert – vom
Zumba-Fieber. Die Trendsportart begeistert die Menschen, Zumba-Kurse an
Tanzschulen, in Fitnessstudios und Sportvereinen platzen aus allen
Nähten. Das Erfolgsgeheimnis: Das Tanz-Fitness-Programm verlockt selbst
den faulsten Bewegungsmuffel dazu, zu lateinamerikanischen Rhythmen
seine Hüften zu kreisen, die Arme zu schwingen und seine Füße blitzartig
hin- und herschnellen zu lassen. Zumba ist ein Tanz-Workout, das für
jeden leicht erlernbar ist. Spaß und Freude statt Trainieren lautet die
Devise.
Ähnlich wie bei
Aerobic-Kursen gibt ein Trainer der Gruppe die Tanzschritte vor – doch
hier muss niemand angestrengt die Takte zählen, sondern kann sich einzig
und allein den Bewegungen und der Musik hingeben. Sobald die ersten
Klänge ertönen, muss man einfach mitmachen, ahmt nach, findet schnell
Anschluss.
Die
Zumba-Choreografie verbindet Aerobic mit verschiedenen Tanzelementen wie
Salsa, Merengue, Cumbia und Reggaeton. Scheinbar beiläufig werden bei
jedem Tanzelement unterschiedliche Körperregionen beansprucht.
Fitness und Tanz zu heißen Rhyhthmen
Hinzu kommen
klassische Gruppenfitness-Elemente wie die Kniebeuge oder der
Ausfallschritt, die das Kalorienverbrennen perfekt machen. Alle Schritte
und Drehungen sind für jeden einfach zu erlernen – ein Grund, warum
sich auch diejenigen trauen, die sich normalerweise selten in Fitness-
oder Tanzkursen blicken lassen.
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Eine Zumba-Stunde im Aspria
Uhlenhorst: Trainer Esteban Carvello betritt den großen, hellen Raum mit
der verspiegelten Wand, dreht die Musik auf, springt auf die Bühne.
Lateinamerikanische Klänge ertönen, die Gruppe setzt sich in Bewegung.
Auch Andrea Nehl
ist unter ihnen. Schnell stellt sie sich auf die Bewegungsabläufe ein,
die Esteban rhythmisch zum Takt vortanzt. Sie wirkt schon routiniert,
die Handbewegungen und Schrittabfolgen sitzen intuitiv, dabei ist sie
erst seit sechs Wochen dabei. Fans hat sie auch schon. „Das ist meine
Mama“, sagt die achtjährige Nuria, die mit ihrem Bruder am Rand sitzt
und aufmerksam das Geschehen verfolgt.
Die steife norddeutsche Hüfte
Das Tempo zieht
an, mit jedem neuen Lied wechseln die Bewegungsabfolgen. Einige
Teilnehmer scheinen den Rhythmus im Blut zu haben, andere sind etwas
steif in der norddeutschen Hüfte, machen noch zaghafte Bewegungen oder
Koordinationsfehler.
Allen gemeinsam
ist jedoch, dass ihnen die Freude über die Bewegung ins Gesicht
geschrieben steht. „Man merkt gar nicht, wie sehr man seinen Körper beim
Tanzen trainiert, weil man sich so sehr auf die Choreografien
konzentriert“, sagt Andrea Nehl. Die Fitness sei dabei ein toller
Nebeneffekt. Ihre Kursteilnahme zweimal in der Woche trägt schon erste
Früchte: „Seitdem ich Zumba mache, bin ich viel lockerer in der Hüfte.“
Positive
Effekte auf das Wohlbefinden und die Geschmeidigkeit der Bewegungen
attestiert auch Trainer Esteban Carvello dem Trendsport. „Ich komme aus
Chile, da gab es Zumba schon sehr viel früher. Generell sind die
südamerikanischen Tanzelemente super für die Gesundheit“, sagt der
Trainer.
Verspannungen werden einfach weggetanzt
So litten in
Südamerika viel weniger Menschen an Rückenleiden, weil sie Verspannungen
„einfach wegtanzten“. Vor zwei Jahren ließ sich Carvello in seinem
Heimatland zum Zumba-Trainer ausbilden und bietet seitdem Kurse für
Hamburger Sportvereine, Fitnessstudios und sogar Schulen an.
Im
Friedrich-Ebert-Gymnasium tanzen die 15- und 16-Jährigen regelmäßig mit
dem Profi. Beim MeridianSpa sind die Zumba-Kurse die am besten
besuchten. „Die Kurse sind meistens für bis zu 40 Personen zugelassen –
die sind dann auch bis auf den letzten Platz belegt“, sagt Maren Wallek.
Bei Sportspaß gibt es die namentlich abgewandelten Zum-Dance-Kurse –
dort sind 35 Kurse wöchentlich im Angebot. Auch Tanzschulen und Vereine
bieten Zumba an.
Dabei war die
erfolgreiche Trendsportart eher ein Zufallsprodukt. Als der
kolumbianische Choreograf „Beto“ Perez für seinen Aerobic-Kurs einmal
die Musikkassette vergaß, improvisierte er mit Salsa- und
Merengue-Kassetten aus seinem Auto.
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